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Westwall-Weg Teil II

BATTLETOURING > Westwalltour 2008

Auch über den «BUHLERT» erstreckte sich der Westwall mit seinen Bunkern, von denen noch einige gut erhalten und begehbar sind, zumindest zum Zeitpunkt unserer Besichtigung am 10. Oktober 2008.
Die «Buhlert-Bunkergruppe» gehörte zu Hitlers «Limesstellung», die eine besondere Verteidigungsstellung am Westwall einnehmen sollte.
Es waren Reste der 272. Volks-Grenadierdivision, die die «Buhlert-Bunkergruppe» Anfang Februar 1945 be- setzten. Doch bereits am 5. Februar wurden sie von Einheiten der 78. US-Infanteriedivision überrannt. Gerade in dem Bunker mit der Nummer 132 (Station 2 unten) findet man heute deutliche Zeichen für die schweren Kämpfe um dieses Waldstück. Ähnliche Spuren sind auch im Bunker 135 (Station 4 unten) zu finden.

BESICHTIGTE ANLAGEN

Bunker Nummer 132

Regelbau Typ 10
Bewaffnung: 1 MG 34 / Besatzung: 15 Mann

Mit 3.471 Anlagen im gesamten Westwall (davon 491 in Nordrhein-Westfalen) ist der «Typ 10» der häufigste Regelbau.

Bunker Nummer 131

Regelbau Typ 10
Bewaffnung: 1 MG 34 / Besatzung: 15 Mann

Es handelt sich hierbei wie beim Bunker Nummer 132 um einen Regelbau Typ 10. Der Bunker war zum Zeitpunkt unserer Besichtigung in einem er- staunlich guten Zustand.

Bunker Nummer 135

Regelbau Typ 23
Bewaffnung: 1 MG 34 / Besatzung: 5 Mann

Dieser Kampfbunker sollte ursprünglich nur im rückwärtigen Bereich der Hauptkampflinie einge- setzt werden. Ein sehr verletzlicher Bunker, be- sonders im Schartenbereich. Von 458 Bunkern die- ser Ausführung wurden 205 in NRW gebaut.

Bunker Nummer 139/140

Regelbau Typ 11
Bewaffnung: 1 MG 34 / Besatzung: 27 Mann

Die wohl größte erhaltene Anlage im Buhlert. Der Bunker hat eine Wand- und Deckenstärke von je- weils 1,5 Meter. Ingesamt wurden 380 Beton benötigt.

Nachdem wir die relativ weit auseinander liegenden Aussichtsplattformen «KALLTAL» und «OCHSENKOPF» besichtigt hatten (Teil I der Reportage), betraten wir offiziell den militärischen «BUHLERT»-Bereich, der be- kanntlich als Teil der stark umkämpften Nordeifel und der Region um den Hürtgenwald Schauplatz der Abwehr- schlachten der Wehrmacht gegen die angreifende US-Army war.
Die Tour führte durch dicht bewaldetes Gebiet und zwei Täler. Uns kam es so vor, als wären wir in einem Märchenland gewesen. Allerdings waren die Wege teils extrem steil und führten zum Teil über gefährliche Felsvorsprünge, be- sonders im Bereich der Bunkeranlagen. Nichtsdestotrotz hatten wir sichtlich Spaß, zumal sich das Wetter an diesem Herbsttag von seiner besten Seite zeigte.

Zweite Station
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Bunker 132" (GPS N 50° 39,138 / E 6° 20,179)

Ein Gruppenunterstand mit angehängtem Kampfraum. Der Bunker (Regelbautyp 10) besaß zwei Gasschleusen und ein mit 15 Betten ausstattbarer Bereitschaftsraum. Der Kampfraum mit frontaler «Maulscharte» und flankie- render Gewehrschachte war prinzipiell nur von außen zu- gänglich.
Für den Bau des Bunkers wurden insgesamt 287 Beton benötigt. Im Gegensatz zum Bunker 131 (Station 3) befinden sich hier wesentlich mehr Kampfspuren aus Februar 1945.

Innenbereich

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Dritte Station
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Bunker 131" (GPS N 50° 39,058 / E 6° 20,269)

Wie beim Bunker Nummer 132 handelt es sich hierbei ebenfalls um einen Gruppenunterstand mit angehängtem Kampfraum. Er wurde 1938 erbaut und bot Platz für 15 Mann.
Um den Kampfraum zu betreten, musste die Besatzung den Bunker verlassen und durch den "Innenhof" den Kampfraum betreten. Geht man um den Kampfraum herum, erkennt man die kleine Treppenscharte für ein Gewehr. Im Inneren des Bunkers gibt es so gut wie keine Schmierereien. Außerdem sind die Beschriftungen fast alle noch gut zu erkennen.

Vierte Station
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Bunker 135" (GPS N 50° 39,046 / E 6° 20,325)

Der Bunker, ein MG-Schartenstand des Typs 23, besaß eine Gasschleuse und ein weiterer Raum mit max. 5 Betten sowie eine Flankierungsanlage. Er deckte mit sei- nem Schussfeld den etwa 150 Meter entfernten "Hofbe- reich" des Bunkers 131.
Zum Zeitpunkt unserer Besichtigung befand sich die An- lage in einem sehr guten Zustand. Lediglich die Bunker- flanken im "Hofbereich" waren etwas beschädigt. Die MG- Schartenplatte im Inneren des Bunkers wies größere Be- schädigungen auf. Zwar fanden in dem Bunker bis zu 5 Mann Platz, allerdings konnte die Besatzung in nur drei Betten untergebracht werden. Letztere konnten daher nur im "rollierenden Schichtdienst" genutzt werden.

Fünfte und letzte Station
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Bunker 139/140"
(GPS N 50° 38,848 / E 6° 20,243)

Ein Doppelgruppenunterstand mit angehängtem Kampf- raum. Der Bunker (Regelbautyp 11) besaß zwei Gas- schleusen, ein Bereitschaftsraum mit 12 und ein Bereit- schaftsraum mit 15 Betten, ein angehängter Kampfraum mit frontaler «Maulscharte» und flankierender Gewehr- scharte sowie eine vorgezogene Flankierungsanlage.
Die Ein- bzw. Ausgangsbereiche führten zu den beiden Gasschleusen, die den Zugang zu den innenliegenden zwei Haupträumen ermöglichten. In der Flankierungsan- lage war außerdem der Notausgang untergebracht.

Innenbereich

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Besichtigung der Buhlert-Bunkergruppe, Simonskall, 10.10.2008

Sechs ausgewiesene historisch-literarische Wanderwege im Hürtgenwald

Die «Konejung-Stiftung» wurde durch die Gemeinde HÜRTGENWALD mit der Entwicklung von sechs historisch- literarischen Wanderwegen im Hürtgenwald beauftragt. Am Wochenende des 30.-31. August 2008 wurden die Wanderwege offiziell durch die Konejung-Stiftung und den Rureifel-Tourismus eröffnet. Sechs ausgeschilderte Wege, die wie folgt zusammengefasst werden können.

Heinrich-Böll-Weg -


Westwall-Weg -


Ochsenkopf-Weg -


Kall-Trail -



Hemingway-Trail -


Paul-Boesch-Weg -

Ein 5,2 km langer Wanderweg in Bergstein. Vom «Krawutschketurm» hat man einen hervorragenden Blick auf das gesamte Gebiet der Hürtgenwald- Kämpfe.
Ein 8,9 km langer Rundwanderweg in Simonskall mit insgesamt 335 Metern Steigung. Er führt vorbei an unterschiedlich gut erhaltenen Bunkern der «Buhlert-Gruppe».
Ein 2,5 km langer Weg, der seinen Start- und Zielpunkt am gleichnamigen Wanderparkplatz hat. Entlang des Weges fanden viele der von den Amerikanern gefürchteten Waldkämpfe statt.
Ein 8,5 km langer Rundwanderweg in Vossenack, dessen Ausgangs- und Zielpunkt das Museum «Hürtgenwald 1944 und im Frieden» ist. Auf der Kallbrücke erinnert heute eine Skulptur an die humanitäre Aktion des deutschen Stabsarztes Dr. Stütgen.
Der längste der sechs Wanderwege mit 9,5 km. Er führt vorbei an ehemaligen Kriegsschauplätzen, an denen sich Ernest Hemingway seit November 1944 als Korrespondent der Amerikaner aufhielt.
Ein 4 km langer, leicht zu bewältigender Wanderweg, benannt nach dem Kompanieführer der 8. US-Division Paul Boesch, der nach dem Scheitern dreier anderer US-Divisionen versuchen sollte, die Ortschaft Hürtgen einzunehmen. Es geht über den so genannten «17-Kurven-Weg» ins Wehetal, das Boesch «Death Valley» nannte.

Schöne kompakte Flyer zu all diesen historischen Wanderwegen findet ihr auf der offiziellen Homepage der Konejung-Stiftung

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