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Westwall-Weg Teil I

BATTLETOURING > Westwalltour 2008

Besichtigung der Buhlert-Bunkergruppe am 10.10.2008

Der 10. Oktober 2008 stand ganz im Zeichen des «Westwall-Weges», ein 8,9 Kilometer langer Rundwanderweg, dessen Ausgangs- und Endpunkt SIMONSKALL (Rureifel) ist. Eine sehr schöne Herbsttour, die ich mit meiner Freundin und in Begleitung eines direkten Arbeitskollegen unternahm und die an unterschiedlich gut erhaltenen Bunkern der «Buhlert-Gruppe» vorbeiführte.

SIMONSKALL

Die Tour begann im Ortsteil SIMONSKALL bei VOSSENACK, unweit des heute mit einem Wohnhaus überbauten «Sanitätsbunkers Simonskall», der einzige erhaltene Sanitätsbunker in Nordrhein-Westfalen. Zuvor besichtigten wir allerdings noch die auf der Strecke nach Simonskall befindliche Gedenkstätte zu Ehren der 116. Panzer- division (Windhund-Division), die an den Kämpfen im Hürtgenwald beteiligt war, und den 1948 eingerichteten Soldatenfriedhof «Vossenack», auf dem 2347 deutsche Tote beigesetzt wurden.

Auf dem Weg nach Simonskall

"Vorab"-Station 1
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Gedenkstätte für die Gefallenen der Windhunddivision"

Die Stätte soll zum Frieden mahnen. Beim Betreten der Anlage weisen zwei Gedenkplaketten darauf hin, dass hier im Herbst 1944 Soldaten der Windhunddivision gekämpft haben und dass dabei viele gestorben sind.
Das Denkmal der Windhunde (Foto rechts) stellt einen deutschen Soldaten dar, der eine weitere Person stützt. Die Doppelfigur aus Bronze wurde von der Bonner Bild- hauerin Frau Dr. Suckow geschaffen.
Die Tafel am Denkmal trägt den Spruch "Tote Soldaten sind niemals allein, denn immer werden treue Kameraden bei ihnen sein". Im Januar 2006 wurde die Gedenktafel gewaltsam aus der Befestigung gerissen und gestohlen. Mittlerweile wurde sie durch eine Steintafel ersetzt.
Vossenack's Bürgermeister Baptist Palm war selber Mit- glied der 116. Panzerdivision und an den Kämpfen in sei- nem Heimatort beteiligt. Durch Engagement und persön- lichen Einsatz hat er maßgeblich zur Errichtung des Mahn- mals beigetragen.
Die ganze Anlage wurde 1966 aus Spenden ehemaliger Mitglieder der Windhunddivision finanziert. Auf dem Ge- lände befinden sich einige interessante Informationstafeln zur Geschichte der Division.

Von der B 399 Richtung Simonskall

"Vorab"-Station 2
Kriegsgräberstätte "Vossenack"

Der Friedhof liegt direkt neben dem Ehrenmal der Windhund-Division. Hier wurden insgesamt 2347 Tote beigesetzt, darunter 35 des Minenräumkommandos, das bei der gefährlichen Kampfmittelräumung nach dem Krieg im Einsatz war. Insgesamt 100 Menschen sollen dabei getötet, unzählige andere verletzt worden sein.
Der Friedhof liegt ganz bewusst auf der "Höhe 470", ein strategisch wichtiger Punkt, der bei den Kämpfen im Hürt- genwald stark umkämpft wurde und mehrfach den "Besitzer" wechselte. Als bekanntester Soldat wurde Generalfeld- marschall Model nach seinem Selbstmord im Ruhrkessel hierhin umgebettet.

Julius Erasmus

Vor dem Hochkreuz des Friedhofs steht seit 2005 ein Doppelkreuz, auf dem ebenfalls an Julius Erasmus erinnert wird. Der Stein trägt die Inschrift: "In Memoriam Julius Erasmus. Geboren am 16.2.1895 in Aachen, gestorben am 3.9.1971 in Nideggen-Abenden. Totengräber von Vossenack".
Als Hauptmann der Pioniertruppe erlebte er den Zweiten Weltkrieg und organisierte unmittelbar nach der Beendigung des Krieges einen freiwilligen Bergungsdienst für gefallene deutsche Soldaten. Der Volksmund nannte ihn den «Toten- gräber von Vossenack». Eigenhändig suchte auch er die Toten, barg, identifizierte und bestattete sie. Insgesamt 1569 deutsche Gefallene hat Eramus im Hürtgenwald geborgen.
Dem "Vater des Vossenacker Ehrenfriedhofs" hat man außerdem eine große Informationstafel mit seinem Bild ge- widmet. Sie befindet sich gleich am Eingang des Friedhofs.

Soldatenfriedhof «Vossenack»

Tatort «Simonskall» - Begehung des historischen «Westwall-Weges»

Der «Westwall-Weg» ist ein 8,9 Kilometer langer historischer Rundwanderweg, der neben dem «Sani- tätsbunker Simonskall» fünf weitere, gut erhaltene Westwall-Bunkeranlagen sowie zwei "Telefon- anschlusspunkte" beinhaltet. Er beginnt und endet in SIMONSKALL, ein Ortsteil der Gemeinde VOSSENACK mit über vierhundertjähriger Geschichte und aktuell etwa 55 Seelen. Im Ortskern gibt es genügend Cafés und außerdem drei (!) Hotels, u.a. das seit 1924 in Familienbesitz befindliche Feriendomizil TALSCHENKE, das nicht nur äußerlich imponiert, sondern auch innen für das gemütliche Ambiente sorgt. Von "oben" hat man dann einen herrlichen Blick auf das KALLTAL und den OCHSENKOPF.
Die Westwall-Bunker haben wir alle besichtigt. Die Telefonanschlusspunkte und die angebliche Gedenktafel für die Toten der Hürtgenwaldschlacht, die irgendwo im «Klafterbachtal» liegen soll, haben wir anlässlich unserer Be- sichtigung am 10. Oktober 2008 leider nicht ausfindig machen können.
Für die Tour sollte man etwa 3,5 Stunden einplanen. Festes Schuhwerk ist natürlich angesagt und je nach Witterung sollte Entsprechendes vorgesehen werden. Vorsicht selbstverständlich in den Wäldern abseits der Strecke, wo überall Gefahren lauern, insbesondere im Bereich der Bunkeranlagen!

Erste Station
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Gesprengter Gruppenunterstand 59"

Der erste große Anlaufpunkt unserer historischen West- wall-Tour. Der Bunker befindet sich direkt unten an am Kallbach, in der ersten scharfen Rechtskurve. Es handelt sich dabei wahrscheinlich um ein Regelbau vom Typ 10 (Limes-Bau).
Der Kampfraum ist völlig zerstört. Die Bereitschaftsräume hingegen sind einigermaßen erkennbar gewesen, zumin- dest zum Zeitpunkt unserer Besichtigung.

Der nächste Anlaufpunkt war die Aussichtsplattform «Kalltall». Wir verließen den Gruppenunterstand und begaben uns gleich dorthin.
Das Foto rechts wurde auf dem steilen Weg nach oben gemacht und zeigt Simonskall von oben. An der scharfen Rechtskurve im Bild rechts erkennt man Simonskall's Sa- nitätsbunker. Ein atemberaubender Blick!
Wir besichtigten die relativ weit auseinander liegenden Aussichtsplattformen «KALLTAL» und «OCHSEN- KOPF» und betraten dann offiziell den militärischen «BUHLERT»-Bereich, der bekanntlich als Teil der stark umkämpften Nordeifel und der Region um den Hürtgen- wald Schauplatz der Abwehrschlachten der Wehr- macht gegen die angreifende US-Army war.

«WESTWALL-WEG» SIMONSKALL

TEIL II

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