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Unsere Mütter, unsere Väter

Der Zweite Weltkrieg

TV-Erfolgsevent - ZDF - 17., 18., 20. März 2013

Quelle: ZDF (Bildquelle: ZDF - David Slama)

Aus der deutschsprachigen Programmzeitschrift «TV-TODAY» erfuhr ich von dem Film. Anfangs wollte ich den Drei- teiler erst einmal nur aufnehmen. Ich legte eine Rohling in den DVD-Recorder und programmierte den Timer. Als es am Sonntag auf 20.15 Uhr zuging, wurde ich zugegebenermaßen etwas nervös, da ich ja wusste, dass der Film an diesem Tag ausgestrahlt würde, zumindest der erste Teil. Saß ich doch tatsächlich um punkt 20.15 Uhr vor dem Fern- seher... Was soll ich sagen? Die Neugierde war einfach zu groß!

Noch glaubten sie an ein Wiedersehen schon zu
Weihnachten 1941

Juni 1941. FÜNF FREUNDE feiern in Berlin Abschied. Zwei sind Soldaten, eine ist Krankenschwester, eine hofft als Sängerin auf die große Karriere und einer ist Schneider jüdischer Abstammung, dem die Deportation ins KZ droht. Noch glaubt die Clique an ein Wiedersehen schon zu Weihnachten 1941. Doch es sollte Jahre dauern bis sich die Freunde, schwer gezeichnet, wieder in die Arme fallen...

Erzählt wird die Geschichte von fünf Freunden, die
1941 für vier Jahre in den Krieg ziehen. Jeder der fünf wird zum Täter
und jeder
wird zum Opfer seiner Taten

Zwei von ihnen sterben, die drei Überlebenden müssen bis zum Ende ihrer Tage mit den Albträumen des Kriegs leben.

Der Film wurde am 17., 18. und 20. März 2013 im ZDF ausgestrahlt

Quelle: TV-TODAY

"Großartiger Dreiteiler, der den Vergleich mit internationalen Produktionen wie «Band of Brothers» nicht scheuen muss"

Der Film kostete der ZDF-Produktion 14 Millionen Euro (Zeitschriften zufolge 15 Millionen Euro). TV-Produ- zent war Nico Hofmann, der schon so Einiges über den Zweiten Weltkrieg produziert hat (u.a. «Stauffenberg», «Nicht alle waren Mörder», «Dresden»,...). Das Kriegs- drama «Unsere Mütter, unsere Väter» wurde allerdings sein -Zitat- "persönlichster Film". TV-TODAY: "Meine El- tern haben den Krieg erlebt, mein Vater war als 20-jähri- ger Soldat in Russland."

Die Ausstrahlung des ersten Teils von «Unsere Mütter, unsere Väter» am 17. März 2013 wurde in Deutschland von 7,22 Millionen Zuschauern gesehen. Der zweite Teil hatte 6,57 Millionen Zuschauer. Der dritte Teil
brachte ZDF sogar 7,63 Millionen Zuschauer.

Gleich im Anschluss an den ersten Teil strahlte das ZDF die Begleitdokumentation «Eine andere Zeit: Unsere Mütter, unsere Väter – Die Dokumentation» aus, die als Bonus zur DVD auf Disc 2 der Box (unten) wie- derzufinden ist. In der Doku werden fünf Personen por- trätiert, die jeweils Ähnliches erlebt haben wie die im Film dargestellten Figuren. Im Unterschied zum Film waren die Zeitzeugen jedoch nicht freundschaftlich miteinander ver- bunden.

Das DVD-Film-Vorab-Cover

Auch unsere Lokalzeitung das GRENZ-ECHO war von dem Film angetan und widmete den Machern einen Ar- tikel in der Freitagsausgabe vom 22. März 2013. Text rechts klicken, um den kompletten Artikel zu lesen.

Hintergrund

Die wenigsten Wehrmachtskämpfer haben mit ihren Familien über das gesprochen, was sie im Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Sie haben das Grauen gesehen. Sie haben gehungert. Sie haben ihre Kameraden verloren, sie haben sie ge- tötet, weil man es ihnen befohlen hat, weil die Angst zu sterben größer war.
Für viele Enkel und Urenkel der Soldaten ist die Zeit des Zweiten Weltkriegs knapp 70 Jahre nach dessen Ende nur noch ein vager Begriff. Dass die Nazis Millionen jüdische Menschen in Gaskammern töteten, dass der rassische Größenwahn 60 Millionen Menschenleben kostete, das mag heutzutage vielleicht Bestandteil des Geschichtsunterrichts sein, aber etwas damit anfangen können wahrscheinlich nur die wenigsten. Kann sich die Generation von heute überhaupt noch dafür interessieren? Der Film «Unsere Mütter, unsere Väter» liefert Antworten.

Die Darsteller (Quelle: Wikipedia)

Ludwig Trepte alias «Viktor» (1)

Viktor wird in einem Viehwaggon in Richtung KZ geschickt. Mit einer polnischen Zwangsarbeiterin kann er aus dem Waggon fliehen. Sie lassen sich von polnischen Partisanen anwerben, um eine Zuflucht zu finden und nicht ausge- liefert zu werden. Viktor muss allerdings seine jüdische Herkunft verleugnen, da auch die Partisanen antisemi- tisch sind.

Es kommt zu einem Überfall auf eine Eisenbahn mit KZ- Häftlingen. Viktor, im Zwiespalt, seine jüdischen Glaubens- geschwister zu befreien und damit seine jüdische Iden- tität zu offenbaren, öffnet die Waggontüren. Er wird da- raufhin aus der Partisanengruppe ausgeschlossen. Nach Kriegsende kehrt Viktor nach Berlin zurück, wo er er- fahren muss, dass seine Eltern und seine Freundin Greta (unten) tot sind, während der SS-Mann Dorn, Greta's Affäre, nun in der Nachkriegsverwaltung tätig ist.

Katharina Schüttler alias «Greta» (2)

Sängerin Greta lässt sich zugunsten ihres Freundes Viktor und zur Förderung ihrer Gesangskarriere auf eine Affäre mit dem im Dienste der Gestapo stehenden SS-Sturm- bannführer Dorn ein. Sie bittet ihn, Viktor zur Flucht zu verhelfen, doch Dorn hintergeht sie und lässt Viktor de- portieren.

Greta lebt in ihrer eigenen Traumwelt. Von der Grausam- keit des Krieges bekommt sie erst eine Vorstellung, als sie wegen ihrer Starallüren den Rückflug verpasst. Zurück in Berlin wird sie wegen „Herabwürdigung des Führers“ festgenommen. Dorn offenbart sie, von ihm ein Kind zu erwarten und glaubt, damit einer Inhaftierung zu ent- gehen. Dieser schlägt ihr jedoch mit aller Wucht die Faust in den Bauch und sorgt so dafür, dass sie das Kind ver- liert. Greta wird im Frauenstrafgefängnis Charlottenburg inhaftiert und kurz vor Kriegsende exekutiert.

Tom Schilling alias «Friedhelm» (3)

Der frisch einberufene, sensible Friedhelm teilt die Kriegs- begeisterung seiner Kameraden nicht. Nach einem gra- vierenden Fehler wird er von einigen von ihnen förmlich zusammengeschlagen. Der auf den Soldaten lastende Druck und die lebensbedrohliche Kriegssituation verändern seine seelische Identität.
Als Friedhelm seinen Bruder tot glaubt, gehen ihm Grund- gefühle verloren. Bei einer Partisanenaktion lässt er aller- dings Viktor entkommen und tötet stattdessen den skru- pellosen SS-Standartenführer Hiemer. Drei Tage vor Be- endigung des Krieges führt Friedhelm einen Volkssturm- trupp und stößt auf einen russischen Verband. Um ein Blutvergießen unter den fanatischen Jugendlichen zu ver- meiden und sie zum Aufgeben zu bewegen, geht er – gleichgültig gegenüber seinem eigenen Leben – mit dem Gewehr im Anschlag auf die sowjetischen Soldaten zu und lässt sich kaltblütig erschießen.

Volker Bruch alias «Wilhelm» (4)

Wilhelm nimmt als Leutnant am Russlandfeldzug teil und glaubt, wie seine Kameraden, an einen schnellen Sieg. Nach und nach verliert er jedoch seinen Optimismus und Idealismus. Er wird Zeuge eines SS-Kriegsverbrechens an ein jüdisches Mädchen, das unter dem Vorwand der Par- tisanenbekämpfung erschossen wird. Im Rahmen der Operation «Zitadelle» bekommt Wilhelm den Befehl, eine Telegrafenstation einzunehmen. Im Kampf um die Tele- grafenstation fallen fast alle von Wilhelms Soldaten. Da- durch und durch eine neben ihm eingeschlagene Granate wird er traumatisiert und schleppt sich in eine Bauern- hütte. Von Feldjägern aufgegriffen wird er zunächst als Deserteur zum Tode verurteilt, am nächsten Tag aber begnadigt und einer Bewährungskompanie zugeteilt. Zu- letzt ersticht er deren sadistischen Oberfeldwebel, um sich von der Einheit abzusetzen. Als gebrochener Mann kehrt er nach Berlin zurück.

Miriam Stein alias «Charlotte» (5)

Charlotte meldet sich zum freiwilligen Kriegseinsatz als Krankenschwester und dient mehrere Kilometer hinter der Ostfront in einem Feldlazarett. Zunächst kann sie das Elend der verwundeten Soldaten nicht ertragen, härtet allerdings im Laufe der Zeit notwendigerweise ab. Als das Lazarett aufgrund der herannahenden Front plötzlich verlegt werden muss, begibt sich Charlotte auf die Suche nach der einheimischen Schwesternhelferin Sonja. Dabei versäumt sie die Evakuierung und bleibt mit Sonja und den Schwerverwundeten zurück. Von der Roten Armee wird Sonja als Kollaborateurin abgeführt und Charlotte vergewaltigt. Charlotte kann in das sowjetische Lazarett eingebunden werden. Eines Tages beobachtet sie, wie Sonja aus dem Kreis der sowjetischen Soldaten heraus- geführt wird. Sonja wird erschossen, da ihre Todesstrafe unabänderlich war, Charlotte blieben so zumindest weitere Vergewaltigungen erspart.

In weiteren Rollen:
Der polnische Partisan Jerzy (Lucas Gregorowicz), die Zwangsarbeiterin und Partisanin Alina (Alina Lev- shin), sowie Lilja (Christiane Paul), eine jüdische Ärztin, die sich im deutschen Lazarett durchschlägt und ... verraten wird, später aber zur russischen Militärsoffizierin ernannt wird.

Unsere Mütter, unsere Väter

TV-TODAY: "Noch nie zuvor hat ein deutscher TV-Film ein so unsentimentales Bild vom unfassbaren Grauen gemalt, dass die Deutschen über ihr Land und die Welt gebracht haben. (...). Sechs Jahre hat Stefan Kolditz am Drehbuch gefeilt, vier Monate drehte Philipp Kadelbach an insgesamt 141 Motiven. (...). Herausgekommen ist ein Dreiteiler, der den Vergleich mit internationalen Produktionen wie «Band of Brothers» nicht scheuen muss".
Es dauerte einige Tage, bevor sich die Kritiker zu dem Film äußerten. Im Internet ist hierzu viel Ne- gatives zu lesen. Politisches Debakel hin oder her (für manche Kritiker geht der Film nicht ausreichend auf das Nazi-Regime ein), der Film steht ganz im Zeichen der Kameradschaft Wir waren wie Brüder») und zeigt auf eindrucksvolle Weise wie fünf ahnungslose Menschen den "Wahnsinn" über sich ergehen lassen mussten und wie der Krieg sie (für ein Leben) veränderte. Abgesehen von einigen teils heftigen Szenen hat mir persönlich der Film sehr gut gefallen. Absolut empfehlenswert!

Film im Handel erhältlich

Die DVD-Box enthält 2 DVDs. DVD 1: Unsere Mütter, unsere Väter - Eine andere Zeit (Teil 1) - Unsere Mütter, unsere Väter - Ein anderer Krieg (Teil 2). DVD 2: Unsere Mütter, unsere Väter - Ein anderes Land (Teil 3) - BONUS: ZDF-History Dokumentation zum Dreiteiler (45 Minuten) - Audiokommentar mit Regisseur, Drehbuchautor, Drama- turgin, Redakteur und Produzent (45 Minuten).
Gesamtlaufzeit: 270 Minuten - Sprache: Deutsch - Preis: ca. 17-18 Euro.

Einige Bilder aus dem Film, Kurzfassung des Films und Gruppenfoto bei der ZDF-Gala

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