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Siegesdenkmal Verviers

Denkmäler und Grabsteine

Die Stadt VERVIERS ist eine Stadt im Osten von Belgien, hauptsächlich bekannt als Zentrum des Woll- handels und der Textilindustrie. Mit französischem Flair ist VERVIERS die erste große Stadt hinter der deutschen Grenze (bis Aachen sind es ca. 30 Kilometer). An warmen, sonnigen Tagen platzt die Stadt vor Menschen aus allen Nähten. Leider kennen viele Leute die Stadt höchstens als Bahnreisende nach Lüttich. Ist man vielleicht mit dem Auto in Richtung SPA unterwegs (Formel 1-Strecke 'SPA FRANCORCHAMPS'), erlebt man auf einem Brückenabschnitt der Autobahn E42 eine gewaltige Sicht auf das dicht bebaute Tal (Abschnitt des Tals der 'Vesdre' = Wesertal).

Unweit von VERVIERS liegt die 'Gileppe-Talsperre', die seit 1878 die Wasserversorgung der Stadt und umliegenden Industrie gewährleistet.

Seit Beginn der 90er Jahren
unternahm die Stadt große Maßnahmen und vermehrt Anstrengungen, um das Stadtbild touristengerechter und attraktiver zu gestalten, mit Erfolg, wie ich finde.

Die PLACE VERTE im Zentrum von Verviers (Quelle: kto-to.de)

Siegesdenkmal Verviers

Das Denkmal, von dem ich gerne berichten möchte, befindet sich auf der 'PLACE DE LA VICTOIRE', etwas außerhalb von VERVIERS. Daher auch der Name 'Monument de la Victoire' (dt. Siegesdenkmal).

Das Denkmal verdankt seinen Namen der aus dem Ersten Weltkrieg heraus gebildeten 'PLACE DE LA VICTOIRE'.

Die Stadtverwaltung, die bereits einen Denkmalbau im Namen der Stadt in Auftrag gegeben hatte (zu besichtigen auf dem Vervierser Friedhof), schlug dem Stadtrat in einer am 30. Dezember 1918 statt- findenden Ratssitzung den Bau eines weiteren Krie- gerdenkmals vor und unterbreitete den Stadtvätern ein Konzept nach den Plänen des Architekten Herrn Constant WEBER. Nach diesem Konzept sollte das Monument seinen Platz auf einem öffentlichen Platz in oder um VERVIERS finden. Die Wahl fiel dabei auf die 'PLACE DE LA VICTOIRE', die sich hierfür nahezu hervorragend eignete.

Die Stadtväter zögerten nicht und gaben der Verwal- tung einstimmig grünes Licht für den Bau dieses eh- renwerten Kriegerdenkmals.

Nachdem die Stadt das Projekt mehrmals zurück- stellte, konnte das Siegesdenkmal schließlich am 6. Mai 1923 durch den Herzog von Brabant Leopold III., späterer König von Belgien, offiziell eingeweiht werden. Erbaut wurde es durch den Steinmetz Herrn Franz JOCKERS.

Das Siegesdenkmal ist ein sehr anschauliches, unter Denkmalschutz gestelltes architektonisches Meisterwerk. Aus kunsthistorischer Sicht ist es äußerst wertvoll und kostbar, für die Stadt VERVIERS in je- dem Falle eine Bereicherung und für den Besucher mehr als empfehlenswert. Betrachtet der Besucher das Denkmal erst einmal aus nächster Nähe, erhält dieser schnell einen tieferen Einblick in das damalige Kriegsgeschehen...

Das Monument ist etwa 20 Meter hoch und 20 Meter breit. Der Sockel ist nach oben hin gleichmäßig geförmt. Zahlreiche übergroße menschliche Skulpturen stellen in dramatischer Weise sowohl das Leid als auch das Heldentum des Krieges dar.
Auf der Spitze der nach oben schmaler werdenden Säule befindet sich eine weitere
Skulptur. Dort wacht ein Engel über dem Monument.
Unterhalb der Säule, am Fuß des Monuments, werden wachsame Soldaten und Kampfhandlungen dargestellt. Nur wenige der dargestellten Figuren sind anhand der Uniform als Soldaten zu identifizieren.
Neben
den Soldaten erkennt man zivile Personen, sowohl Männer als auch Frauen. Einige wachen über dem Monument, andere richten ihr Augenmerk dramatisch auf die damaligen Kriegsereignisse.

Alle Szenen am Fuß des Monuments sind sehr dramatisch dargestellt. Die Figuren stehen in gleichmäßigem Abstand voneinander entfernt. Sie stehen starr, den Blick nach vorn gerichtet. Besonders die zivil gekleideten Personen, die das belgische Volk um VERVIERS repräsentieren, scheinen unaufhaltsam im Kampf für den Sieg. Eifrig und mit entschlossener Mine kämpfen sie für die Freiheit des Vaterlandes.

Auf der Rückseite des Monuments erkennt man eine starr gehaltene und zugleich entschlossene Frau mit einem Schwert in der Hand. Sie steht wohl als Symbol für Freiheit und den Kampf gegen Unter- drückung und Ungerechtigkeit. Zu ihrer linken und rechten Seite erkennt man zwei kleine, in unter- schiedlichen Richtungen schauende Kinder. Sie sym- bolisieren wohl Freundschaft, Frieden und Gebor- genheit und stehen der Frau mit fröhlichen Blicken tapfer und treu zur Seite.

Vaterlandsliebe

Das absolut sehenswerte Siegesdenkmal auf der 'PLACE DE LA VICTOIRE' in VERVIERS er- innert an den Kampf einer Nation und ihres Volkes für Freiheit und Mündigkeit. Gerade die Hervorhe- bung der "einfachen" Menschen als Helden im Kampf gegen den Feind macht das Monument zu einem Symbol des Staats Belgien.

Das Monument befindet sich an einem zen- tralen Kreisverkehr, etwas außerhalb vom Stadtzentrum, inmitten einer schönen, großen und gepflegten Grünanlage. Es bildet seit sei- nem Bau das Herz dieses wichtigen Platzes. Zu finden ist es in B-4800 VERVIERS, auf der 'PLACE DE LA VICTOIRE', direkt gegenüber des BAHNHOFS von VERVIERS.

Das Denkmal in den 20er Jahren, also kurze Zeit nach dessen Einweihung

(Quelle: Ghent University Library)

Gedenkfeier vom 7. April 1994 in Verviers

Die Zivilbevölkerung im Gedenken an die Verteidiger des Vaterlandes

PRESSEARTIKEL
LE JOUR VERVIERS
23.11.2012

(Rechtsklick)

PRESSEARTIKEL
LE JOUR VERVIERS
07.05.2013

(Rechtsklick)

BAHNHOF 'VERVIERS CENTRAL'

Nur wenige Meter vom SIEGESDENKMAL entfernt befindet sich der BAHNHOF VON VERVIERS. Der Bahn- hof von Verviers ist ebenfalls ein architektonisches Meisterwerk und absolutes Muss! Errichtet in den 30er Jahren im Jugendstil erhebt sich das wuchtige Gebäude heute über ein gewaltiges Tunnenportal. Der Bahnhof liegt an der Hauptverkehrsstrecke von Lüttich (Liège) nach Aachen bzw. Eupen und ist heute einer der be- deutenderen Bahnhöfe Ostbelgiens.

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