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Pickelpuss - Teil I

VERANSTALTUNGEN - AUSSTELLUNGEN > 17.08.2012: Pickelpuss

Gedenkfeier zu Ehren der zehn Soldaten des «Pickelpuss», Montzen, Belgien

Gleich zweimal im Jahr findet seit geraumer Zeit am PICKELPUSSPicklepuss») eine Gedenkfeier zu Ehren der zehn amerikanischen Soldaten statt, deren Bomber, eine Boeing B-17, am 17. August 1943 von den Deutschen abgeschossen wurde und auf Montzener/Lontzener Gebiet abstürzte. Von den 10 Insassen kamen sechs direkt ums Leben.

Die erste Gedenkfeier findet traditionell am Freitag vor dem historischen Memorial Day statt, die zweite am Jahrestag. Die Feierlichkeiten finden üblicherweise unter der Schirmherrschaft der Gemeinden Plom- bières und Lontzen statt und in Anwesenheit zahlreicher patriotischer Vereinigungen aus dem ganzen Lütticher Raum und der Wallonie.

Am 17. August 2012 nahm ich das erste Mal an einer solchen Gedenkfeier teil. Das Datum hatte ich lange im Voraus notiert, da mir das tragische Schicksal dieses Bombers und der Besatzung ganz besonders nahegeht und ich mir daher eine der beiden Feiern des Jahres 2012 fest vorgenommen hatte. Zum einen war das Jahr 1943 der Beginn der ersten Luftangriffe der Alliierten auf Deutschland und dieser Absturz war einer der ersten Abstürze durch die Abwehr, zum anderen hat diese Tragödie, letztendlich unausweichlich, nur einige Kilo- meter von meinem Wohnsitz entfernt stattge- funden und ist daher auch Teil der Heimatgeschichte.

«PICKELPUSS», erster belgischer US-Flugzeugabsturz im Rahmen der Gegenabwehr.

«Pickelpuss», Kriegerdenkmal in Montzen

Hintergrund

Am 17. August 1943 erfolgte die erste große Luftoffensive der Alliierten auf Deutschland mit dem Ziel, die Städte Regensburg, Schweinfurt und Peenemünde zu bombardieren. Insgesamt überflogen an diesem Tag ab 10 Uhr morgens 600 alliierte Bomber und Begleitflugzeuge unsere Region.
Um 10.45 Uhr wurde der B17-Bomber »Pickelpuss« der 418. US-Schwadron unter Kapitän Robert M. Knox von der deutschen Flak unter Beschuss genommen und getroffen. Der Bomber explodierte noch in der Luft. Von den zehn Besatzungsmitgliedern kamen sechs Soldaten direkt ums Leben, vier überlebten, darunter Leutnant Ernest E. Warsaw, der an der feierlichen Einweihung der Gedenkstätte am 26. Mai 2006 teilnahm.

Erste patriotische Vereinigungen treffen ein

Meine Freunde Marcel (erstes Foto links außen) und Mathilde (zweites Foto links) des Remember Museums 39-45

Langsam aber sicher bereitet man sich auf das bevorstehende Ereignis vor

Wohlgeordnet zeigen sich die patriotischen Vereinigungen von ihrer Glanzseite

Beginn der Feierlichkeiten

Die Feierlichkeiten begannen pünktlich um 18.00 Uhr. Das Wetter an diesem Tag war sehr schön, bei sommerlichen Temperaturen. Nach einem Plausch ging es auch schon los. Die Patrioten stellten sich am Straßenrand auf und marschierten anschließend in Reih und Glied über die Straße, um sich wenige Augenblicke später vor dem Krie- gerdenkmal einzufinden. Aufgrund der gefährlichen Lage (an einer Hauptverkehrsstraße) wurde die Fahrbahn zeit- weise durch die lokale Polizei in beiden Richtungen gesperrt.

MEMORIAL PICKELPUSS, 17. AUGUST 2012

Vertreten wurde die Gemeinde Plombières dieses Mal durch die HH. Schöffen Joseph AUSTEN und Hu- bert DUYCKAERTS sowie Jacky JÄGERS, Präsi- dent des Öffentlichen Sozialhilfezentrums der Gemeinde Plombières. Plombières Bürgermeis- ter Thierry WIMMER (jüngster Bürgermeister Bel- giens) wurde einleitend für seine Abwesenheit entschul- digt. Von der Gemeinde Lontzen war an diesem Tag keiner zugegen.

Gleich zu Beginn der Gedenkfeier erfolgte die Kranz- niederlegung durch Plombières erster Schöffe Joseph Austen. Anschließend ergriff Austen das Wort und schilderte in einigen Worten den Ablauf der da- maligen Tragödie. Er dankte den Soldaten, die für die Befreiung Europas ihr Leben gelassen haben und über- gab dann Mathilde SCHMETZ, Inhaberin des ab- solut sehenswerten Remember Museums 39-45 in Thimister, das Wort.

Für mich persönlich zeichnet sich ein Gedenktag vor allen Dingen durch die absolute Stille, die just in dem Moment dort herrscht, aus. Das stille Gedenken an sol- chen Tagen gehört für mich einfach dazu und ist nicht wegzudenken. So wurde während der Feier außerdem eine Schweigeminute eingelegt.

Darüber hinaus sorgte ein Ehrenamtlicher aus Kelmis an diesem Abend für die passenden Melodien. Zwei große Lautsprecher und die technische Grundausrüstung waren auf jeden Fall vorhanden. Nicht immer einfach alles, denn insbesondere das Wetter anlässlich der bis- herigen Gedenkfeiern spielte nicht immer mit. So hatten die Menschen in dem Jahr, in dem die Amerikaner vor Ort waren, ganz gewaltig nasse Füße bekommen und mussten sich im Anschluss an die Feierlichkeiten erst einmal sozusagen die Schuhe ausziehen.

17. August 1943

17. August 2012

Die Kranzniederlegung

MEMORIAL PICKELPUSS
MONTZEN, 17. AUGUST 2012

FORTSETZUNG

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