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Operation "Gare revit"

Heimatgeschichte > Herbesthal im Krieg

Restaurierung von drei Original-Eisenbahnwaggons aus der Zeit des Ersten Weltkriegs

Welch wichtige Rolle das Grenzland Ostbelgien zur Zeit des ERSTEN WELTKRIEGS gespielt hat, verdeutlicht unter anderem der ELEKTRISCHE TODESZAUN IN SIPPENAEKEN ANLÄSSLICH DER BESATZUNG BELGIENS, aber auch der geschichtlich geprägte und sehr bekannte EISENBAHNVIADUKT IN MORESNET, bei dessen Bau viele Soldaten ihr Leben ließen. Doch auch der südlich von AACHEN gelegene ehemalige «GRENZBAHNHOF VON HERBESTHAL», über den damals die halbe Westfront beliefert wurde und der rund 70.000 Belgier in Zwangsarbeit schickte, war dabei ein nicht weniger wichtiger Handlungsort.

Quelle: akpool.de

„GARE REVIT“ ("Bahnhof zum Leben erwecken") lautet das Projekt, das vier ostbelgische Gemeinden (PLOM- BIERES, WELKENRAEDT, KELMIS, LONTZEN) nun ins Leben gerufen haben, um die Umrisse des abge- rissenen BAHNHOFS VON HERBESTHAL anlässlich der in 2014 stattfindenden Feierlichkeiten zum 100- jährigen Gedenken an den Ersten Weltkrieg wiederherzustellen. Dazu gehört auch die RESTAURIERUNG UND AUSSTELLUNG VON DREI ORIGINAL-EISENBAHNWAGGONS AUS DER ZEIT DES ERSTEN WELTKRIEGS, DIE AM MITTWOCH, DEM 24. JULI 2013 MIT GROSSEM AUFWAND VON MONTZEN (PLOMBIERES) AN DEN BESTIMMUNGSORT HERBESTHAL VERFRACHTET WURDEN.

Drei Original-Eisenbahnwaggons aus der Zeit des Ersten Weltkriegs wurden am 24. Juli 2013 von Montzen (B) nach Herbesthal (B) verfrachtet

Um acht Uhr morgens wurde der erste Waggon der BAUART «G10» in Montzen aufgeladen und mithilfe eines Spezialtransporters nach Herbesthal gebracht. Gegen Mittag traf der zweite Waggon der gleichen Bauart ein. Mit den beiden Waggons und dem «FOURGON» (unten) kehrt damit ein Teil der bewegten Geschichte des Ortes HERBESTHAL zurück. (Fotos: BRF.be).

Eisenbahnwaggon Bauart «G10»

Der «G10» stammt aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts und soll im Ersten Weltkrieg dem Güter- oder Mann- schaftstransport gedient haben. Bis zu acht Pferde oder 40 Soldaten fanden in solch einem Waggon Platz.

1939 - 1945

Baugleiche Modelle dienten im ZWEITEN WELTKRIEG häufig der Deportation von Juden in Arbeits- und Vernichtungslagern. Während maximal 40 Soldaten in einem Waggon mitfahren konnten, wurden im Zweiten Weltkrieg bis zu 100 Juden in einen Waggon gepresst.

Eisenbahnwaggon Bauart «Fourgon»

Der dritte Waggon, der am 24. Juli nach Herbesthal verfrachtet wurde, ist ein Eisenbahnwagen der Bauart «FOUR- GON». Zwar stammt dieser aus den 30er Jahren, jedoch waren baugleiche Modelle bereits im Ersten Weltkrieg im Einsatz und dienten überwiegend als Begleitwagen.

Unterstützt von baden-württembergischen Eisenbahnfreunden werden die drei historischen Modelle nun von Schrei- nerei- und Schlossereischülern des Robert-Schuman-Instituts Eupen restauriert und wetterfest gemacht, um deren Rolle im Ersten Weltkrieg noch einmal hervorzuheben und sie als Erinnerung an den Bahnhof denkwürdig in Ehren zu halten. Zwar sollen die Waggons bestmöglich in den Originalzustand versetzt werden, allerdings sollen sie nicht wie neu aussehen, um den historischen Charakter zu bewahren.

Gefördert wird das Ganze als Teilprojekt eines globalen Aktionsplanes der vier oben genannten ostbel- gischen Gemeinden. Er trägt den Namen "14-18, AU PAYS DES QUATRE FRONTIERES", startet in 2014 und soll bis mindestens 2020 mithilfe einer regionalen Unterstützung in Höhe von 75.000 Euro andauern. In diesem Zu- sammenhang ist dann auch eine Ausstellung vorgesehen, die die Situation im Grenzgebiet vor dem Ersten Weltkrieg sowie die Denkweise der Menschen in der Region während des Krieges veranschaulichen soll.

Grenzbahnhof von Herbesthal

Im Ersten Weltkrieg wurde der «BAHNHOF VON HER- BESTHAL» schnell zum wichtigsten militärischen Bahnhof für Nachschub zur Westfront. Bis 1940 erfolgte hier die Grenzabfertigung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Dienste zuneh- mend abgebaut und der Bahnhof verlor immer mehr an Bedeutung, bis man Ende der 50er Jahre beschloss, das prunkvolle Stück gänzlich aufzugeben.

Quelle: zeno.org

Operation "Gare revit" - Nach und nach werden die Umrisse des ursprünglichen Bahnhofs mit Originalteilen wieder aufgebaut werden. Der Grundriss stimmt fast vollständig mit dem des ehemaligen Gebäudekom- plexes überein.

Zu finden BAHNHOFSTRASSE in B-4710 LONTZEN

Textquelle: GRENZ-ECHO - Ausgabe vom 13. und 25. Juli 2013

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