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Museum Poteau '44

Museen > Recht-Poteau

Es sind die Eheleute Jacqueline und Rob DE RUYTER, die das Museum in POTEAU (RECHT) eingerichtet haben. Jacqueline und Rob sind begeisterte Sammler von Kriegsgegenständen. Im Jahre 1997 kamen sie nach Belgien, wo sie in Poteau ein kleines Anwesen erwarben. Nicht ohne Grund in Poteau, denn im Zweiten Weltkrieg, genauer gesagt während der Ardennenoffensive im Winter 1944, bildete Poteau eine strategisch wichtige Kreuzung zwischen den zwei amerikanischen Hauptquartieren in Sankt Vith und Vielsalm.

Alles fing im Jahre 1997 an. Im geschichtsträchtigen Ort Poteau (B) eröffnen Jacqueline und Rob De Ruyter ein Kriegsmuseum und erfüllen sich so einen großen Traum. Damals lebten Jacqueline und Rob noch in Arnheim am Nieder- rhein. Als das Museum Mitte des Jahres 1998 eingeweiht wurde, umfasste dieses schon so Einiges an Kriegsgegenständen aus dem Zweiten Weltkrieg. Uniformen, antike Fotos, aber auch militärische Fahrzeuge und einige Panzerabwehrgeschütze. Das Museum besaß damals außerdem einen 35 Tonnen schweren original M4 Sherman Panzer. Es war die 7. US-Panzer- division, die das Vollkettenfahrzeug 1944 in den Ardennen bei Vielsalm ein- gesetzt hatte und auch dort zurückließ. Warum der Panzer heute dort nicht mehr steht, entzieht sich aktuell meiner Kenntnis.

Als ich das Museum vor einigen Jahren das erste Mal besuchte, boten Jacqueline und Rob noch authentische Rundfahrten an, u. a. mit zwei Halbkettenfahrzeugen, die - Achtung - auf das damalige Schlachtfeld (!) fuhren. Wie Rob mir anlässlich meines letzten Besuchs mitteilte, werden diese Touren heute nicht mehr angeboten, da sie versicherungs-technisch einfach viel zu teuer sind. Ich persönlich habe dieses Angebot damals nicht wahrgenommen, was ich heute sehr bedaure.

Das Museum ist zum Teil in einem alten Zollhaus untergebracht. Es zeigt eine beeindruckende Samm- lung von Kriegsmaterial und Gerätschaften aus der Ardennenoffensive.
Um die Besucher noch mehr auf die Kriegsgeschehnisse der Jahre 1944-45 aufmerksam zu machen, wurde das Museum im Jahre 2002 neu eingerichtet und ausge- baut. So verfügt es nunmehr über eine große Aus- stellungshalle, die neben zahlreichen Puppen in zeitgemäßen Uniformen außerdem eine interes- sante Sammlung von Militärfahrzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg sowie mehrere lebensgroße Schaubilder zeigt. Auch viele persönliche Bilder und Fotos von Dorfbewohnern können dort be- sichtigt werden.

Der Empfangsbereich (Rechts im Bild: Rob de Ruyter)

Die (neue) Ausstellungshalle

Der Cinemaraum

Ein Schwerpunkt des Museums: die Geschichte des alten Zollamtes an der belgisch-preußischen Grenze

RELATIV NEU: Die Ausstellung über die «Kaiserzeit» und den Ersten Weltkrieg 1914-1918

Das «Museum Poteau '44» hat nicht nur einen Innen- sondern auch einen Außenbereich. Draußen stehen heute ein Panzerturm (schwer beschädigt, durch- rostet), ein Propellerflügel, womöglich aus dem da- maligen Fund, und eine Achse eines 2-Achs-An- hängers. Außerdem befinden sich dort heute noch die Überreste eines Bunkers, der 1940 von deutschen Truppen gesprengt worden war.
Rund um das Gebäude erstreckt sich ein geschichts- trächtiges Gelände, wo der Besucher die historischen Sehenswürdigkeiten von Poteau (Bunker, Schützengrä- ben,...) besichtigen kann.
Das Bild rechts zeigt zwei deutsche Soldaten auf dem Kampfgelände. Im Hintergrund ein kleiner Schuppen, der heute, nach mehr als 60 Jahren, immer noch vor- handen ist.

«Ardennen Poteau '44»-Museum

Viele Kriegsveteranen

Insbesondere anlässlich der Gedenkfeiern zur Ardennenoffensive im Dezember steigt die Besucherzahl der Kriegs- veteranen. Aber auch das ganze Jahr über finden dort immer wieder Veteranentreffen statt. Zu den Besuchern gehören außerdem einzelne Personen und Geschichtsinteressierte sowie Schulkinder aus der Wallonie, leider weniger aus dem deutschsprachigen Raum.

Rob de Ruyter - Für ihn ist das Museum «Ardennen Poteau '44» eine Lebensaufgabe

Jacqueline de Ruyter und der US-Kriegsveteran Bill Barton, der damals beim Hinterhalt auf Poteau im ersten M8 Armored Car saß

Denkmal zu Ehren der 14th Cavalry Group

Unweit des Museums befindet sich ein Monument zu Ehren der amerikanischen Soldaten der 14th Ca- valry Group (18th und 32nd Squadron / war der 106th Infantry Division angegliedert), die beim Hinterhalt auf der Poteauer Straße ihr Leben gelassen haben.

Das Monument steht genau an der Stelle des Hinter- halts, an der die Soldaten fielen. Es ist immer zugäng- lich, selbst wenn das Museum einmal nicht geöffnet haben sollte. Man durchquert dabei den Museumsgar- ten und das damalige Schlachtfeld.

Wandgemälde verziert Fassade

Direkt hinter dem Museumseingang befindet sich auf der rechten Seite an der Außenfassade der Aus- stellungshalle ein imposantes Wandgemälde, das den Zweiten Weltkrieg 1939-45 in Europa noch besser erklärt.

Die Landkarte erklärt schwerpunktmäßig den Angriff der deutschen Truppen anlässlich des West- feldzugs im Mai 1940 und die Ardennenschlacht in der Zeit vom 16. bis 24. Dezember 1944.
Seit 5. Juni 1944 waren die alliierten Streitkräfte auf dem Europäischen Kontinent. Ohne einen wirklich großen Ha- fen (Antwerpen) war es für die Truppen sehr schwierig, den ganzen Nachschub an die Front zu bringen.

Poteau - Geschichtsträchtiger Ort

Man muss wissen, dass die amerikanischen Streitkräfte beim Angriff der Deutschen am 16. Dezember 1944 (Beginn der Ardennenoffensive) sehr überrascht wa- ren und sie waren nicht bereit, um die letzte deutsche Großoffensive zu stoppen, da es ihnen an Feuerkraft und Männern mangelte.
Poteau war zu diesem Zeitpunkt für die Amerikaner eine strategisch wichtige Kreuzung. Im Militärjargon be- zeichneten sie diese Achse zwischen Sankt Vith und Vielsalm als «Gansei», für die Deutschen war es «Dan- tes Hölle».

Die Schlacht auf Poteau fand kurz vor Weihnachten 1944 statt.
In der amerikanischen Geschichte war sie die längste Panzerschlacht. Fünf Tage und Nächte lang versuchten deutsche Truppen immer wieder die amerikanischen Panzerverbände und Infanteriedivisionen einzukesseln. Gegen soviel Druck hielten die Amerikaner, die bis dahin erbitterten Widerstand leisteten, nicht lange stand und mussten sich nach Westen, in Richtung Viel- salm, zurückziehen. Die Kraft der deutschen Einheiten war nach diesen harten Kämpfen und Gefechten der- maßen geschwächt, dass sie ihr eigentliches Ziel, Ant- werpen wieder einzunehmen, nicht mehr erreichten.

Heute ist Poteau-Recht immer noch zweigeteilt, wobei die Straße quasi den Grenzverlauf zwischen Sankt Vith und Vielsalm und somit auch zwischen den Provinzen Lüttich und Luxemburg absteckt.

Besonders empfehlen möchte ich an dieser Stelle die Broschüre «18. Dezember 1944 - Was wirklich beim Hinterhalt auf der Straße Poteau-Recht geschah». Ein 36 Seiten schweres Heft über die genauen Umstände dieses Hinterhalts, mit vielen Informationen, Karten und alten Fotos aus Poteau und der Ardennenoffensive 1944. Erhältlich im Museum für wenige Euro, in den vier Sprachen Deutsch, Französisch, Englisch und Niederländisch.

Museum «Poteau '44» ist

Ein militär-historisches Museum über die Ardennenschlacht (Winter 1944-45), gelegen mitten auf dem damaligen Schlachtfeld von Poteau-Recht, einem kleinen Dorf in den Belgischen Ardennen. Es hat ein fa- milienfreundliches Konzept, umfassend:

Im historischen Gebäude: mehrere Vitrinen mit originalen Objekten, einige lebensgroße Dioramen mit alter Kriegsausrüstung, Puppen in Uniform, authentisch dargestellt, Militärfahrzeuge, Kanonen, authentische Fotos bzw. Filmaufnahmen vom Hinterhalt, Bild- und Textmaterial.

Draussen: ein Panzerturm, ein Propellerflügel, eine Achse eines 2-Achs-Anhängers, Überreste eines explodierten Bunkers sowie:
-
ein großes Wandgemälde - «Europa in den Jahren 1939-1945»,
-
die Stelle vom Hinterhalt, gekennzeichnet durch ein Monument, das den dort gefallenen amerikanischen Sol- daten gewidmet ist.

Das Museum betrifft schwerpunktmäßig zum einen die Geschichte des alten Zollamtes an der ehemaligen belgisch-preußischen Grenze, zum anderen erzählt es die Geschichte der Ardennenoffensive im Gebiet Poteau, Vielsalm und Sankt Vith.

Im April 2010 w
urde eine neue Ausstellung über die «Kaiserzeit» und den Ersten Weltkrieg eröffnet.

Alle Erklärungen sind auch auf Deutsch!

Dank den Museumsbetreibern

Seit über 30 Jahren sammeln die De Ruyters Kriegs- material und haben sich auf diesem Gebiet spezialisiert. Die beiden Niederländer verbrachten regelmäßig ihre Ferien in Ostbelgien und haben schließlich das Anwesen auf Poteau gekauft und renoviert, um daraus ein klei- nes, aber feines Museum rund um die Ardennenoffen- sive zu machen.

Bedanken möchte ich mich bei Rob und Jacqueline, die bei meinem Museumsbesuch gerne meine Fragen be- antworteten und mir außerdem eine Ansichtskarte des Museums überließen (Bild rechts).

Ardennen Poteau '44
Das militär-historische Museum über die Ardennenschlacht
Betreiber: Rob und Jacqueline
De
Ruyter

Poteauer Straße 22
B-4780 Poteau (Sankt Vith)
TEL +32.(0).80.21.74.25

Geöffnet:
Vom 1. April bis 30. Juni: jeden Donnerstag, Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr
Vom 1. Juli bis 31. August: täglich von 11 bis 17 Uhr - montags geschlossen
Vom 1. September bis 31. Oktober: jeden Donnerstag, Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr

Offizielle Webseite:

www.museum-poteau44.be

Bildergalerie

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