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Moresnet Village

MORESNET

„Moresnet“ gehört jenem Gebiet an, das 1816 bis 1919 im Grenzgebiet zu Deutschland und den Nieder- landen einem besonderen Status unterlag, dem, dass Teilgebiete um Kelmis (bei Moresnet) in Anlehnung an die Neufestlegung der Staatsgrenzen in Europa nicht richtig angegliedert werden konnten, sodass das di- rekte Gebiet um Kelmis von 1816 bis 1919 einen „neutralen Status“ erhielt. Tatsächlich befand sich dort eine wichtige Zinkgrube und da keines der beiden Länder (Belgien bestand damals noch nicht) diesen wichtigen Grundstoff dem anderen überlassen wollte, wurde das Gebiet von und um Kelmis aufgrund eines „gesonder- ten Grenzvertrags“ aufgeteilt. Genau dieses Gebiet ging als -- NEUTRAL-MORESNET -- in die Geschichte ein. Ausführliche Informationen zu „Neutral-Moresnet“ findet ihr HIER (kann ich nur empfehlen).

Heute setzt sich Moresnet aus „Moresnet Village“ und „Moresnet Chapelle“ („Eikschen“) zusammen, jener Ort, der seit 1975 Teil- gemeinde meines Wohnorts (Plombières) ist.
Der Rest dieser Region gehört seither zu der in der DEUTSCH- SPRACHIGEN GEMEINSCHAFT Belgiens liegenden 10.000 Mann Gemeinde KELMIS (hierzulande umgangssprachlich immer noch bekannt als Gemeinde "Altenberg"): man unterscheidet das ehe- malige „Neutral-Moresnet“, heute „Kelmis“, und das ehemalige „Preußisch Moresnet“, heute die Teilgemeinde „Neu-Moresnet“ zu Kelmis.

Die Ortschaft „Moresnet Village“ (oder Alt-Moresnet) wird vom längsten und höchsten
EISENBAHNVIADUKT im belgischen Eisen- bahnnetz geprägt (ausführliche Informationen zum „Göhltalvia- dukt“ und zur Geschichte des Göhltalviadukts im ZWEITEN WELT- KRIEG findet ihr hier auf meiner Webseite. HIER KLICKEN).

Neutral-Moresnet

Im Dorfkern befinden sich unzählige alte Bruchstein- häuser, eine alte (restaurierte) Schmiede sowie die Pfarrkirche „Saint Remy“ (zu deutsch: „Sankt-Remi- gius“-Pfarrkirche) mit ihrer aus dem Jahre 1272 (!!) stammenden Glocke (siehe Foto).

Längs des Mittelschiffes wurde ein Denkmal zum Ge- denken an gefallene Soldaten und zivile Todesopfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs errichtet. Von der Straße aus nicht zu verfehlen.
" A nos glorieux défenseurs et victimes des deux guerres ", was soviel heißt wie "Im Gedenken an unsere glorreichen Verteidiger und Opfer der bei- den Weltkriege"...

„Moresnet“ zählt einige folkloristische und musikalische Vereine sowie mehrere Burgen und Schlösser, BEMPT, EULENBURG und ALENSBERG, um nur einige zu nennen.

Seit dem 1. Jahrhundert hat sich „Moresnet“ zu einem Wallfahrts- ort entwickelt, der seither jährlich von tausenden Pilgern besucht wird.

Historisch geprägt wurde die Ortschaft „Moresnet“ außerdem durch ihren BAHNHOF, hierzulande besser bekannt als „Bahnhof FES“.

Gebaut wurde der Moresneter Bahnhof gegen Ende des 19. Jahr- hunderts, praktisch unter dem imposanten GÖHLTALVIADUKT.

Vom Moresneter Bahnhof aus fuhr die so genannte „Strecke 39 B“. Sie führte nach Kelmis. Bei dieser Strecke handelte es sich allerdings nur um eine kurze, knapp drei Kilometer lange Strecke zum Anschluss von Kelmis an das Schienennetz.
Weitaus bedeutender war die „Strecke 39“ (Welkenraedt-Plom- bières-Gemmenich), die 1871 dank des Moresneter Bahnhofs An- schluss an die „Strecke 39 B“ fand.

1914 erhielt der Moresneter Bahnhof sein erstes Empfangsge- bäude, allerdings zweigten bereits vor dem Bau dieses Gebäudes mehrere Anschlussgleise zu verschiedenen Industrieunternehmen ab.

Im Bahnhof selbst war auch die Schienenabzweigung der "Cera- mique de l'Est", ein Keramikbetrieb unter der Geschäftsführung des Unternehmens „Ropet“. Außerdem zweigten von dort aus An- schlussgleise zu einem Steinbruch und Kalkofen (die so genannte „Carrière Brock“), einer Mühle (Mühle „Schyns“) und einem Han- delshaus („Haus Klinkenberg“).

Bahnhof Moresnet

"Le viaduc de Moresnet": der Hingucker schlechthin!

Mit der Abschaffung der Strecken 39 und 39 B kam der Moresneter Bahnhof 1952 zum Erliegen. 1958 wurde er abgerissen. Heute ist vom Moresneter Bahnhof nichts mehr zu sehen, die früheren Stellen sind komplett bewachsen.

Geschäfte mit den Amis

Um 1946 soll die amerikanische Armee in Moresnet Geschäfte gemacht haben, wonach eine Anzahl Jeeps den Besitzer gewechselt haben sollen, die dann, irgendwie repariert, quer zur normalen Verladeweise weiter geschickt wurden.

Auch Geschäfte mit anderen Fahrzeugen seien ge- macht worden. So soll die amerikanische Armee im Mai 1946 der Bevölkerung durch Mitteilung in der Presse die Veräußerung von 1.500 WILLYS bekannt- gegeben haben.
Die Jeeps sollen damals zum Einheitspreis von rund 49.000 Belgische Franken (± 1.200 Euro) angeboten worden sein.

Willys MB in einem britischen Museum (Quelle: wikipedia)

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