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Memorial Welkenraedt

Denkmäler und Grabsteine

In WELKENRAEDT (B) befindet sich ein imposantes Denk- und zu- gleich Mahnmal für die Opfer von Welkenraedt im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

WELKENRAEDT ist eine belgische Gemeinde in der Provinz Lüttich mit ca. 10.000 Einwohnern. Sie liegt in der 'Euregio Maas-Rhein', unweit der deutschen Grenze (Aachen liegt etwa 15 Kilometer nordstlich).
WELKENRAEDT gehört zu den Gebieten, in denen die Bevölkerung ein Grenzdialekt spricht, das "Plattdeutsch". Damit gehört WELKENRAEDT neben BAELEN und PLOMBIERES ('Bleyberg') zu den belgischen Orten westlich der deutsch-belgischen Grenze, die 1940 von den Natio- nalsozialisten wieder ins Deutsche Reich einverleibt wurden.

Das Denkmal befindet sich auf der 'PLACE DES COMBATTANTS' im Herzen der Stadt. Die 'PLACE DES COMBATTANTS' ("Platz der Kämpfer") wurde vor einigen Jahren einer Komplettsanierung unter- zogen. Die offizielle Einweihung des neuen Platzes fand im Jahre 2003 statt. Der Brunnen mitsamt Totendenkmal wurde im Jahre 1924 er- richtet.

Auch WELKENRAEDT wurde anlässlich des Einmarschs der deutschen Truppen in Belgien am 10. Mai 1940 hart getroffen. Weite Teile wurden bei den Bombardierungen fast komplett zerstört. Fast alle Einwohner flüchteten, rund 400 Personen blieben allerdings in der Gemeinde. Sie fielen der deutschen Invasion somit zum Opfer und mussten jederzeit damit rechnen, von den schweren Gegenangriffen des FORT BATTICE verletzt oder getötet zu werden.
Mit
der Kapitulation von Belgien am 28. Mai 1940 schöpften die Menschen in Welkenraedt wieder etwas Hoffnung. Wenige Tage später erfährt die Bevölkerung, dass WELKENRAEDT wieder fest in deutscher Hand ist...
Am 31. Mai 1940 werden die Grenzen verschoben und Welkenraedts Gemeindeväter erhalten einen neuen, 'deutschen' Bürgermeister.
Die Folgen für WELKENRAEDT und Großraum Welkenraedt sind verheerend. Die Kommunalbeamten, Polizisten, Zollbeamten und andere öffentliche Einrichtungen werden aufgefordert, das Territorium zu verlassen. Die französische Sprache wird verboten, in der Schule, in der Kirche, in allen öffentlichen Einrichtungen. Das Rathaus erhält einen neuen Verwaltungssitz: das "Amt Herbesthal" hat ab sofort die Gemeinden Henri-Chapelle, Lontzen und Welkenraedt inne.
Viele Menschen wagten die Flucht nach England, andere versuchten Unterschlupf beim "Helfer" im Innland zu finden. Andere wiederum gründeten den Widerstand innerhalb der Gemeinde.
Allein WELKENRAEDT verzeichnete über 100 politische Gefangene, für die nie ein Visum ausgestellt wurde.
Die Rundstedt-Offensive im Dezember 1944 brachte WELKENRAEDT neue Opfer und neue materielle Zerstörungen.
Ende des Zweiten Weltkrieges wird WELKENRAEDT 12 gefallene Soldaten, 10 hingerichtete oder gefallene Widerstandskämpfer, 27 in Konzentrationslagern ermorderte politische Gefangene sowie 19 Zivilopfer zählen. Das auf der PLACE DES COMBATTANTS zu diesem Zweck errichtete KRIEGERDENKMAL weiß sich entsprechend auszudrücken: "PAR RESPECT POUR CEUX QUI SONT MORTS POUR NOUS...".

Nach WELKENRAEDT gelangt man leicht mit dem Auto (Autobahn E40) oder mit der Bahn (Linie Brüssel-Köln). Der blumengeschmückte Dorfplatz ist das Zentrum großer Feste, wie der internationale Karnevals- umzug auf Mitfasten, die "Wurstkirmes", die jährlich stattfindende Dorfkirmes sowie die öffentlichen Fest- lichkeiten zum Belgischen Nationalfeiertag (21. Juli).

Weitere Anziehungspunkte von WELKENRAEDT sind eine herr- liche Blumenuhr, der beleuchtete Brunnen, ein herrlicher Park mit dem Spaziergang der "Zwei Weiher", eine wundervolle Abendmahl-Dar- stellung im Chor der Kirche und moderne Geschäfte. Nicht zu ver- gessen der WELKENRAEDTER BAHNHOF, erbaut im Jahre 1843. Der Bahnhof entstand nur 1,5 Kilometer entfernt vom Bahnhof 'Her- besthal'. Grund für zwei Bahnhöfe auf so geringem Abstand war die damalige Grenzführung zwischen Deutschland und Belgien. War Her- besthal Grenzbahnhof auf deutscher Seite, so war Welkenraedt Grenz- bahnhof auf belgischer Seite. Dies begründete auch die recht große Ausdehnung des Bahnhofes Welkenraedt. Die Bedeutung als belgi- scher Grenzbahnhof verlor Welkenraedt jedoch mit Wirksamkeit des Versailles Vertrages zum 19. Januar 1920. Die deutsch-belgische Staatsgrenze verschob sich weiter in östliche Richtung und 'Herbesthal' wurde der neue Grenzbahnhof auf belgischer Seite.

Bahnhof von Welkenraedt (Quelle: bahnenbilder.de)

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