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Memorial Minenräumer

STAVELOT

"Es ist eine Bedrohung, deren Auswirkung man erst spürt, wenn es zu spät ist."

Dieses künstlerische Meisterwerk ist dem Architekten Albert VERSCHUEREN zu verdanken. Es gedenkt der Männer, die im Zuge der Minenräumungen ums Leben kamen. VERSCHUEREN gehörte selber dem Minenräumdienst an und trug sich dabei schwerste Verletzungen zu, die ihn zum Vollinvaliden machten. Seine Gefühle verarbeitete er in der Schaffung dieser Anlage.

Das Monument besteht aus zwei halbrunden Flankierungsteilen, in deren Mitte die neun Ab- zeichen der Provinzen Belgiens vertreten sind. An den Mauerwerksextremitäten sind zwei Me- tallplaketten zu erkennen, ein Fisch (links) und ein Wildschwein (rechts). Warum gerade diese bei- den gegensätzlichen Tierarten, entzieht sich aktuell meiner Kenntnis.

Die Stele mittig der Anlage wurde nach den Plänen des Bildhauers Albert SEGERS entworfen. Diese zeigt einen knienden Minenräumer, in dessen Hände er eine Mine trägt. Letztere steht kurz davor, von dem Soldaten entschärft zu wer- den. Man beachte den Gesichtsausdruck und ins- besondere den halboffenen Mund dieses jungen Mannes, der sich alarmiert zeigt und seine Kum- panen darauf hinweist, dass er die Mine ent- schärfen werde und sie in Deckung gehen mögen.

Die großen Gedenkplatten hinter der Stele führen die Namen und Dienstgrade der Gefallenen auf.

Abgerundet wird das Ganze durch die nicht zu übersehenden Beschriftungen auf der Haupt- einfassung des Denkmals: "ONTMIJNERS - frz. DE(É)MINEURS" (Minenräumer).

Das Memorial wurde offiziell am 20. September 1953 durch zahlreiche namhafte Persönlichkeiten eingeweiht, zu denen u.a. der belgische Prinz ALBERT, der damalige Bürgermeister von STAVELOT, Herr DAXHELET, und der General SEVRIN, Präsident des Belgischen Minenräumerverbandes, gehörten.

Heutzutage werden dort immer noch regelmäßige Gedenkfeiern im Beisein hiesiger militärischer Ver- bände abgehalten, wie das Foto unten zeigt (Quelle: La Défense - Defensie).

Die Arbeit der Minenräumer ist immer eine gefährliche Arbeit. Wo mit Waffen und Munition gearbeitet wird, ist ein Unfall trotz aller Sorgfalt letztlich nicht ganz auszuschließen.

Die Männer arbeiten
immer im Zweierteam. Vorsichtig schneidet der eine Büsche und Gras nieder und räumt sie beiseite. Dann kommt der andere und untersucht die befreite Fläche mit dem Detektor. Das piepsende Signal ertönt immer, wenn Metall im Boden ist.

Nach Kriegsende wurde die Minenarbeit nicht nur von professionellen Minenräumgesellschaften aufge- nommen. Viele Flächen wurden teils durch Soldaten, teils durch lokale Minenräumer entmint.

Ein großes Problem sind
Blindgänger. Man kann davon ausgehen, dass etwa 30 Prozent der verschossenen Artillerie-, Panzer- und Mörsermunition, aber auch Handgranaten und Gewehrgranaten nicht explodierten. Das- selbe trifft für Fliegerbomben zu.
Durch Blindgänger werden mehr Menschen getötet als durch Minen. Die meisten Unfälle
heute geschehen übrigens, weil Blindgänger gesammelt, auseinander montiert und als Schrott verkauft werden.

Unter den Todesopfern waren viele belgische Offiziere, Unteroffiziere und Reserveoffiziere, Widerständler sowie kriegsfreiwillige Zivilisten. So u. a. Fernand MULLAERT, Alfred BIHAY, Robert VANPACHTENBEKE, Robert CADET. Dank des Engagements dieser und vieler anderer Männer sollen wir Menschen und Tiere heute wieder mit den Füßen sicher auf dem Boden auftreten können und unsere Kinder wieder Kinder werden.

An dieser Stelle danke ich ganz herzlich Herrn Danny D. für seine Hilfsbereitschaft und die Bereitstellung des Bild-, Text- und Fotomaterials. ENCORE UNE FOIS MERCI A TOI DANNY!

(Hg. Frau Myriam Lacroix)

(Datum unbekannt)

Weitere Informationen auf der offiziellen Internetseite des Belgischen Minenräumerverbandes.

Hier
die neue Adresse:

https://sites.google.com/site/beeoda/

Zu finden am Ortsausgang von B-4970 Stavelot in Richtung Malmedy (RN 58), unmittelbar nach dem Kreisverkehr auf der linken Seite (GPS: 50° 23' 48" N - 05° 56' 09" E)

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