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Memorial Kusy - Teil I

VERANSTALTUNGEN - AUSSTELLUNGEN > 28.07.2012: Memorial Kusy

Vor knapp 70 Jahren wurde der amerikanische Soldat und Pilot
Stanley A. Kusy
von
einer Hochspannungsleitung verbrannt. Er war auf der Stelle tot.

Juli 1943:

Absturz einer B-17 auf Belgischem Grund

Juli 2012:

Gedenkfeier zu Ehren des Kopiloten Stanley A. Kusy

Am Samstag, dem 28. Juli 2012 jährte sich zum knapp 70. Mal der Tag, an dem in BAELEN (B) ein junger amerikanischer GI sein Leben lassen mußte. Patriotische Vereinigungen aus ehemaligen Militäran- gehörigen (Montzen, Kelmis) nahmen den Jahrestag zum Anlass, dieses Ereignis in denkwürdiger Erinnerung zu erhalten. An dem Denkmal, an dem Stanley A. Kusy auf tragische Weise ums Leben kam, legte Baelens Bürgermeister am 28. Juli einen Kranz nie- der.

Bei dieser Gelegenheit weihten die Anwesenden außer- dem die neue Gedenkplakette zu Ehren dieses Soldaten ein, die nun auch ein Foto des Verstor- benen zeigt. Tatsächlich konnte man inzwischen Ku- sys Nichte ausfindig machen und somit auch Kusys Identität feststellen.

Beim Abschuss seines Bombers und beim Versuch, sich mit seinem Fallschirm zu retten, stieß Stanley A. Kusy auf eine Hochspannungsleitung, die dessen Uni- form in Brand setzte. Eine Windboe erfaßte nach ei- nigen Sekunden den Fallschirm des Soldaten und trieb ihn von der Hochspannungsleitung fort. Etwa 300 Me- ter weiter stürzte der Soldat in eine Wiese des Guts- hofs «Latebau». Stanley war auf der Stelle tot.

Straße/Gutshof (Text) nach gleichem Namen benannt

Aus einer lokalen Zeitschrift erfuhr ich von dieser Ver- anstaltung. Ich musste dahin. Das Problem: ich war an diesem Tag auf eine Hochzeit eingeladen, die nur eine Stunde später begann. Beides habe ich geschafft und beides bleibt mir in guter Erinnerung!

Vor Ort stieß ich auf eine sehr schöne, mit viel Lie- be hergerichtete Anlage. Sie besteht genauer aus zwei Steinen, einem schmalen Granitstein, versehen mit der neuen Gedenkplakette, dem Gruppenfoto und dem Kreuz Jesu, und einem Findling, auf dem die An- gaben zur Besatzung nachgelesen werden können. Außerdem befindet sich dort neuerdings eine Bank als Ort der Besinnung. Wie mir die Verantwortlichen anlässlich meines Besuchs mitteilten, ist die Bank ein Geschenk der Gemeinde gewesen, so wie sich die Gemeinde außerdem an der Anfertigung einer Por- zellanscheibe zum Schutz des kostbaren Fotos beteiligen soll. Ob diese hochwertige Porzellanscheibe überhaupt produziert werden wird, steht aktuell noch in den Sternen.

Tatsächlich haben die Mitarbeiter und Helfer bis heute immer großen Wert auf den Erhalt der Stätte gelegt und sind daher stets bemüht, die Anlage so gut es geht zu unterhalten und mit neuen Objekten auszu- statten. Blumen und Sträucher werden dort in regel- mäßigen Abständen niedergelegt.

Am 28.7.2012 wehte in CORBUSCH die US-Flagge

Der Tod des amerikanischen Soldaten zog damals
VERHAFTUNGEN UNTER DER BELGISCHEN ZIVILBEVÖLKERUNG

nach sich...

Verhaftungen unter der belgischen Zivilbevölkerung

Zwei Mädchen, Hubertine Nyssen und Elise Römers, die Reste des Fallschirms als Andenken an sich genommen hatten, wurden deportiert und kehrten nach Kriegsende krank nach Hause zurück. Ein Welkenraedter, der auf der «Rue Mitoyenne» von den deutschen Besatzern beobachtet worden war, als er Zeige- und Mittelfinger zum V- Zeichen des Sieges spreizte, als die gefangenen Kameraden des toten Fliegers vorbeigeführt wurden, wurde ebenfalls verhaftet und kam in einem KZ ums Leben.

Die Veranstaltung begann gegen 16.00 Uhr. Nach einer kurzen Ansprache eines Patrioten folgte die Kranz- niederlegung im Beisein des Baelener Bürgermeisters Maurice FYON. Anschließend ertönte aus einem CD-Player die belgische Nationalhymne. Beendet wurden die Feierlichkeiten mit dem Schlussplädoyer des Bürgermeisters, der die Menschheit und inbesondere das junge Volk mahnend an den Terror des Krieges erinnerte und dazu aufforderte, entschieden gegen einen erneuten Kriegsausbruch zu kämpfen.

Insgesamt war diese relativ schlicht gehaltene Gedenkfeier wieder einmal eine sehr emotionale Feier, was sich durch teilweise gefasste bzw. zutiefst betroffene Gesichter ausdrückte. Es wäre eine Ehre für mich, nächstes Jahr wieder dabei sein zu dürfen. (Weitere Informationen zu Kusys Denkmal und zum tragischen Schicksal dieses tapferen Soldaten findet ihr HIER).

MEMORIAL KUSY, BAELEN, 28. JULI 2012

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