bunkertours.be

Suche

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Hintergrund

FORT BATTICE


Fort Battice ist eine belgische Festungsanlage nahe der gleichnamigen Ortschaft Battice. Es liegt 3 km östlich von Herve und etwa 20 km östlich von Lüttich.

Fort Battice, erbaut am Ostende des Herver Plateaus (oder Herver Land) auf einer 330 Meter hohen Kuppe, war Teil der äußeren Befestigten Stellung Lüttich (Position Fortifiée de Liège 1 = PFL 1). Weil es nur 17 km von der deutschen Grenze entfernt ist, war das Fort damals die am meisten vorgeschobene Festungsanlage der PFL 1.

Das eigentliche Fort bildet eine Fläche von 13,5 Hektar, während die Gesamtfläche der Festungsanlage aus unge- fähr 47 Hektar besteht.


Fort Battice hatte die leidvolle Aufgabe, Belgien gegen einen möglichen deutschen Angriff zu schützen und die Ostseite von Lüttich vor einem Artillerie- und Luftangriff zu sperren. Zum einen sollte das Fort mehrere Straßen- und Eisenbahnverbindungen sichern, insbesondere die beiden Verbindungsstraßen von Aachen nach Lüttich - Henri-Chapelle und Hombourg - sowie die belgische Eisenbahnlinie 38 (ehemalige Strecke Montzen-Lüttich), zum anderen sollte es die beiden Forts Tancrémont und Aubin-Neufchâteau sowie das Zwischengelände mit Artilleriefeuer unterstützen.

Fort Battice war, wie die anderen Forts, von mehreren Betonbunkern bzw. "verbunkerten Vorpostenunterständen" umgeben (siehe Vorgeschobene Stellungen). Durch eine kleine Panzerkuppel konnten die in diesen Kleinbunkern stationierten Beobachter die Umgebung einsehen und verteidigten so mit MG- und teilweise Pak-Ständen die direkte Umgebung. Sie waren meist mit Ferngläsern, Gewehren und Pistolen ausgestattet.

Die ersten Planungen zur Errichtung des Fort Battice gehen zurück auf das Jahr 1931. Der ausgewählte Standort auf den Höhen des Herver Plateaus wies einige Nachteile auf. Bei Probebohrungen traf man auf eine wasserführende Schicht, was zur Folge hatte, dass das unterirdische Hohlgangsystem höher angelegt werden musste. Außerdem verlief dort die Hauptstraße Aachen-Lüttich und ganz in der Nähe die Eisenbahnlinie 38.

Am 1. April 1934 wurden die Arbeiten zum Bau des Fort Battice offiziell einge- leitet. Noch während der Bauphase hatte man sich zur Verlegung der dort be- findlichen Autostraße entschlossen.
Im Mai 1937 konnten die wesentlichen Arbeiten abgeschlossen werden, jedoch standen bei Kriegsausbruch immer noch einige kleinere Arbeiten offen.

Anfang 1940 betrug die Sollstärke der Besatzung insgesamt 20 Offiziere, 102 Unteroffiziere und 789 Mann. Bis Kriegsbeginn hatte man daran ge- arbeitet, das Bollwerk fertigzustellen und technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Doch der Kriegsausbruch kam schneller als erwartet und obschon das Fort im Mai 1940 voll verteidigungsbereit war, blieb es letztendlich unvollendet.

Um den Angreifer von der Werksoberfläche fernzuhalten, bot das Fort Battice an vier von fünf Seiten ein 15 Meter breiter und 5 Meter tiefer sturmfreier Graben Schutz. Das Fort an sich war mit fünf Panzerkuppeln ausgestattet (2 Dreh- und 3 Verschwindtürme), aus denen auch mit Maschinengewehren ge- schossen werden konnte.

Aufgrund seiner Lage und Bewaffnung schien das Fort Battice für den deutschen Angreifer als wichtigstes einzunehmendes Werk, sodass es am 20. Mai 1940 zum Ziel eines deutschen Luftangriffs wurde. Zwar hatte die Festungsanlage einige Schäden erlitten, jedoch gelang es den Deutschen zunächst nicht, Battice nie- derzulegen. Der Erfolg kam am 21. Mai, als nach mehrstündigen Stukaangriffen einzelne Anlagen des Forts und insbesondere die Eisenbahnflankierung I schwer getroffen wurde.

Wie auch im Falle aller anderen Forts hatten die Deutschen Druck auf das Fort Battice ausgeübt, um es zur Übergabe zu bewegen. Am 22. Mai 1940 gab der Kommandant seinen Entschluss bekannt, das Fort Battice zu übergeben. Nachdem man im Fort noch einige Dokumente und Unterlagen vernichtet hatte, ergab sich die Besatzung schließlich am 22. Mai 1940 um 6 Uhr morgens.

Das Haupteingangswerk (BE) = Friedenseingang

Waucomont (W) = Kriegseingang

Eisenbahnflankierung I (B I), 22. Mai 1940

Eisenbahnflankierung II (B II)

Doppelte Böschungsgrabenstreiche (B VII)

Einer der beiden Abluftbunker

Startseite | Einleitung | NEU AUF BUNKERTOURS.BE | NEWS / AKTUELL | Der Zweite Weltkrieg | Wie der Krieg nach Belgien kam | 10. MAI 1940 | EUPEN | MALMEDY | MONTZEN | MORESNET | STAVELOT | FORTS IN BELGIEN | P.F.L. I | FORT AUBIN-NEUFCHÂTEAU | FORT BATTICE | FORT EBEN-EMAEL | FORT TANCREMONT | BELGISCHE UNTERSTÄNDE | Soldatenfriedhöfe | Denkmäler und Grabsteine | Museen | BATTLETOURING | VERANSTALTUNGEN - AUSSTELLUNGEN | MEMORIAL DAY | PATENSCHAFTEN VON HENRI-CHAPELLE | Nadeln im Heuhaufen | Heimatgeschichte | Zeitzeugen | Familien-Erinnerungen | Auf den Spuren unserer Großväter | Interessante zeithistorische Funde | IN MEMORY OF | GÄSTEBUCH | LINKS | ZEITUNGSARTIKEL | BUNKERTOURS.BE IN DER PRESSE | GRABADOPTION | KONTAKT | VERSCHIEDENES | Sitemap

Yahoo! Wetter

Counter


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü