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Gedenkstätte Houffalize

Denkmäler und Grabsteine

«Deutscher Panzerkampfwagen V»

Diese Aufnahme und noch andere gingen um die Welt. Die Fotos oben und unten zeigen einen Panzer, der während der Ardennenoffensive 1944-1945 in die «OURTHE» im Osten der belgischen Ardennen fiel. Bis heute scheinen die genauen Umstände und Begleitumstände dieses tragischen Unglücks nicht geklärt zu sein, genauso scheint ungewiss zu sein, ob der Panzer mit oder ohne Fremdeinwirkung in den Fluss stürzte. Ferner sollen Unklar- heiten darüber bestehen, wie viele Besatzungsmitglieder genau sich an Bord des Panzers zum Zeitpunkt des Sturzes befanden.
Fakt ist, dass der Panzer ein deutscher Panzerkampfwagen VPANTHER G») war, zum 116. Panzerregi- mentTebbe») bzw. zur 116. PanzerdivisionWindhunddivision») gehörte und er sich zum Zeitpunkt der endgültigen Befreiung der belgischen Ortschaften rund um Bastogne durch die Alliierten im Januar 1945 in dem Städtchen HOUFFALIZE aufhielt. Der Panzer stürzte in den Fluss und landete dabei auf dem Turmdach, verursacht möglicherweise durch einen Bombentreffer (Artillerieeinschlag?) der US-Einheiten.

Der legendäre Panzer kann heute besichtigt werden in genau dem Ort, in dem sich die Tragödie damals zugetragen hat (HOUFFALIZE). Die Bergung des Fahrzeugs soll am 20. September 1948 von französischen Pio- nieren bzw. in 1952 von der belgischen Armee (hier spalten sich die Meinungen) durchgeführt worden sein.

HOUFFALIZE wurde am 11. September 1944 befreit und am 19. Dezember 1944 von den Deutschen zurück- erobert. In den Tagen vom 25. Dezember 1944 bis 6. Januar 1945 wird das Städtchen fast völlig durch massive US-Luftangriffe zerstört und nahezu von der Landkarte gestrichen, als die alliierten Streitkräfte die Ardennenoffensive zurückwarfen. Zehn Tage später war der Ort wieder in Händen der Alliierten.

Houffalize 1945

Der Panzer soll am 20. Januar 1945 von der Brücke gestürzt sein. Hierzu gibt es m.E. allerdings keine Gewissheit. Nach Aussagen von Veteranen der 116. Panzerdivision und Anwohnern soll er aufgrund eines «Detonations- drucks durch Bombenabwurf» in die Ourthe gestürzt sein. Anschließend landete er kopfüber auf dem Panzerturm. Dabei soll die (komplette) Besatzung ums Leben gekommen sein.
Der «Panther» ist heute mit der Turmnummer 401 bemalt. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um den Panther mit der original-taktischen Nummer 111 der 116. Panzerdivision.
Seitlich des Panzers waren seinerzeit drei Namen vermerkt, die auf die Namen einiger Besatzungsmitglieder schließen ließen. Es soll sich dabei jedoch nicht um Besatzungsmitglieder handeln, sondern um die "Namen der drei Männer, die den Panzer damals neu gestrichen haben", Arno KREUTZ, Ewald LOCHTE, Georg MUSSBACH.
Ferner sollen laut Zeitzeugenaussagen nicht nur die fünf Besatzungsmitglieder des Panzers den Tod gefunden haben (generell zählt ein «Panther G» fünf Besatzungsmitglieder, d.h. der Kommandant, der Richtschütze, der Lade- schütze, der Fahrer und der Funker), sondern auch ein weiterer sechster Mann, der augenscheinlich auf dem Panzer gesessen haben soll.

Der «Panther G» wurde als Denkmal in Houffalize aufgestellt, wo er heute noch steht und besichtigt werden kann. Veteranen der 116. Panzerdivision, d.h. ge- nau die drei Männer, die den Wagen seinerzeit neu ge- strichen haben sollen, haben sich eingesetzt und dafür gesorgt, dass der Panzer als Denkmal/Mahnmal erhalten bleibt.

Das Fahrzeug befindet sich heute nur noch in mittel- mäßig gutem Zustand. Viele der inneren Laufräder wurden entfernt, generell scheint der Panzer langsam aber sicher zu zerfallen. Eventuell interessant an dem ca. 45 Tonnen schweren Fahrzeug sind allerdings die unter- schiedliche Ausstattung mit frühen und späten Ge- fechtsketten sowie die vorhandenen "Eisgreifer". Auf einigen alten Fotoaufnahmen ist sogar noch deutlich der "Zimmerit"-Anstrich zu erkennen, eine vorwiegend von der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg verwen- dete betonartige Paste zur Beschichtung von Panzern zum Schutz gegen magnetische Haftminen.

Panzerkampfwagen V Panther

Der so genannte deutsche, ca. 45 Tonnen schwere «PANTHER» war die Antwort auf den sowjetischen Mittelklassepanzer T-34. Ob- schon der "P V" der beste deutsche Panzer war, der im Zweiten Weltkrieg hergestellt wurde, war er viel zu kompliziert, um ihn schnell zu produzieren.
Der Panther erhielt seine Feuertaufe im Juli 1943 bei der «Schlacht am Kurskbogen» und zeigte keine guten Leistungen, da noch zahlreiche technische Kinderkrankheiten zu beheben waren. Am 10. Juli waren nur 38 der 200 nach Kursk verlegten Panther kampf- bereit. Dennoch entwickelte sich der Panther zu einem herausragenden Kampffahrzeug. Er wurde in der Normandie nach der alliierten Landung und an der Ostfront in großem Umfang eingesetzt. Es gab ihn in drei Ausführungen, Ausf. A, D und G. (Quellen: Wikipedia / «Panzer - Modelle aus aller Welt von 1915 bis heute»).
Das Foto unten zeigt zwei Männer bei Reparaturarbeiten am "Schachtellaufwerk" eines Panthers (Quelle: Bundesarchiv).

Bundesarchiv, Bild 101I-296-1652-35

Zu finden im Ortskern von B-6660 Houffalize

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