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Friedrich Paulus

Der Zweite Weltkrieg

Quelle: mdr.de

Aus gegebenem Anlass - 70 Jahre Stalingrad - lief am 31. Januar 2013 auf dem deutschen Fernsehkanal zdf.INFO eine Reportage über den Oberbefehlshaber der 6. deutschen Armee in STALINGRAD, Generalfeldmarshall FRIEDRICH PAULUS, der am 31. Januar 1943, nach monatelangen erbitterten Kämpfen, die Kapitulation unterzeichnete. Für mich Grund genug, um etwas näher auf die geschichtlichen Hintergründe einzugehen.

Nach der monatelangen Schlacht um Stalingrad (heutiges Wolgograd) hatte der Oberbefehlshaber der 6. Armee, Generalfeldmarschall Friedrich Paulus, am 31. Ja- nuar 1943 die deutsche Kapitulation unterzeichnet, die heute als entscheidender Wendepunkt für den Sieg über Hitler-Deutschland im Zweiten Weltkrieg be- zeichnet wird.

Die Schlacht begann im August 1942 mit einem Angriff der 6. Armee, endete Anfang 1943 mit der Niederlage der deutschen Truppen.
Sie forderte etwas mehr als eine Million Todesopfer, Stalingrad wurde daher und wegen der Unerbittlichkeit der Kampfhandlungen beiderseits Stalin- grad zum Sinnbild für die Schrecken des Krieges.

Nach dem Angriff des Deutschen Reiches auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 und der Gegenoffensive der Roten Armee im Winter 1941 plante Hitler für den Sommer 1942 eine neue Offensive, die die sowjetischen Ölfelder im Kau- kasus zum Ziel hatte. Ein weiteres wichtiges Ziel wurde Stalingrad, das wegen seiner industriellen und geografischen Bedeutung, als Verkehrsknotenpunkt der Schifffahrt auf der Wolga, aber auch aus symbolischen Gründen für den Führer von großer Bedeutung war.

Geführt wurde der Angriff auf die Sowjetunion von Ge- neraloberst Friedrich Paulus, der wenige Stunden vor seiner Gefangennahme, um ihn von der Kapitulation ab- zuhalten, zum « Generalfeldmarschall » befördert wurde. Er befehligte zu diesem Zeitpunkt die 296000 Mann starke 6. Armee und Teile der 4. Panzerarmee, verstärkt durch verbündete rumänische, italienische und kroatische Divi- sionen.
Friedrich Wilhelm Ernst Paulu
s wurde am 23. September 1890 in Guxhagen (Nordhessen) geboren. Die Mobil- machung 1939 brachte Paulus den Posten als Chef des Generalstabs der 10. Armee in Leipzig, die nach dem Sieg über Polen am 10. Oktober 1939 in 6. Armee umbenannt wurde.
Am 3. September 1940 trat Paulus seine neue Stelle als Oberquartiermeister beim Generalstab des Heeres an.
Zu diesem Zeitpunkt lagen die ersten Operationsstudien für den Angriff auf die Sowjetunion, das Unternehmen Bar- barossa, den Hitler befohlen hatte, bereits vor. Paulus übernahm in diesem Zusammenhang die detaillierte Aus- arbeitung des operativen Vorgehens.
Am 24. April 1941 wurde Paulus nach Nordafrika gesandt, wo seit Februar 1941 das Deutsche Afrikakorps das «Esercito Italiano» im Kampf gegen die britische Armee unterstützte.
Er nahm am erfolglosen Angriff auf die Festung Tobruk teil, flog dann am 8. Mai nach Rom zu einem Treffen mit dem Duce Benito Mussolini. Von Rom aus kehrte er zwei Tage später nach Berlin zurück.
Am 22. Juni 1941 begann
schließlich der Feldzug gegen die Sowjetunion. Nach anfänglichen großen Erfolgen der deutschen Truppen geriet der Vormarsch in den Monaten August und September 1941 durch das Hereinbrechen der Schlammperiode ins Stocken.

Friedrich Paulus

Dem Angriff des Deutschen Reichs auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 folgte im Winter desselben Jahres eine Ge- genoffensive der Roten Armee.
Für den Sommer 1942 wurde eine neue deutsche Offensive geplant - die deutsche Sommeroffensive - mit dem Ziel, die sowjetischen Ölfelder im Kaukasus einzunehmen.
Nach anfänglicher Verzögerung durch die Belagerung Sewastopols und Eingriffen des Führers in die militärische Planung begann der Angriff dieser Offensive erst am 28. Juni 1942. Ende August erreichte die 6. Armee die Wolga. Am 23. August führte ein massiver deutscher Luftangriff zum Tod tausender Zivilisten in Stalingrad, die nicht rechtzeitig eva- kuiert werden konnten. In der Stadt wurde unter hohen Verlusten bald nicht mehr nur um jede Straße, sondern um jede einzelne Häuserzeile, jedes Stockwerk und jedes Zimmer gekämpft.

Paulus (rechts) in Russland, 1942

Paulus bei einer Lagebesprechung mit Hitler

Erst im November 1942 gelang es den deutschen Einheiten, die völlig zerstörte Stadt nahezu vollständig unter ihre Kon- trolle zu bringen. Jedoch begann schon wenig später die sowjetische Gegenoffensive (Operation Uranus), die schliess- lich zur Rückeroberung Stalingrads und zum Zurückdrängen der Wehrmacht führte.

Seit dem 22. November 1942 war die 6. Armee völlig ein- gekesselt. Von den deutschen Soldaten, die den Kessel nicht mehr verließen, starb jedoch der Großteil nicht im Kampf, sondern erfror, verhungerte oder kam krankheits- bedingt ums Leben.

Am 31. Januar 1943 kapitulierte Friedrich Paulus. Statt sich selbst zu töten, wie Hitler es befohlen hatte, ging der noch am 31. Januar 1943 zum Generalfeldmarschall be- förderte Paulus mit weiteren dreißig Generälen in russische Kriegsgefangenschaft. Er war der ranghöchste Militär, den die Sowjetunion bis dahin gefangennehmen konnte.

Zehn Jahre, bis 1953, war
Paulus in sowjetischer Kriegs- gefangenschaft. Am 26. Oktober 1953 betrat er erstmals seit 1946 wieder deutschen Boden. Sein Name hatte wieder Gewicht gewonnen, seit Bundeskanzler Adenauer die Bundesrepublik auf Westkurs brachte. So bekam Pau- lus als Wohnung eine Dresdner Villa in Oberloschwitz am Weißen Adler zugewiesen. Mit der Niederlegung seiner An- sichten sowie zwei Vorträgen beschäftigte sich Paulus 1954 mit der Schlacht um Stalingrad. Bis zu seinem Tod am 1. Februar 1957 lebte er in der DDR.

BILDQUELLE: dpa / bundesarchiv - TEXTQUELLE: Grenz-Echo / wikipedia

IN PUNKTO BELGIEN: Auch zahlreiche Ostbelgier standen an der Ostfront

Auch zahlreiche Ostbelgier, die nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Belgien größtenteils zwangs- rekrutiert wurden, kamen an der Ostfront zum Einsatz und fanden dort auch den Tod. Dazu ein Bericht des GRENZ- ECHOS über LAMBERT HILT aus Lommersweiler, der schon 1941 zur Wehrmacht musste und nach einer sechswöchigen Ausbildung in Osnabrück an die Ostfront geschickt wurde (BILD KLICKEN!).

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