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Fort Battice

FORT BATTICE


Gehört für mich persönlich neben dem Fort Tancrémont zweifellos zu den beeindruckendsten und brillantesten Bauwerken der Befestigten Stellung Lüttich.

Spricht man über die Befestigte Stellung Lüttich und somit über die belgischen Forts aus Zeiten des Krieges, kommt einem häufig das Fort Eben-Emael in den Sinn. Dieses Fort war aber keineswegs die stärkste Befestigungsanlage. Während das Fort Eben-Emael Anfang der dreißiger Jahre erbaut wurde, brachte die belgische Heeresführung alle Erfahrungen aus Eben-Emael letztendlich in die später errichtete Festung Battice ein.

Wer erwartet, ein altmodisches Festungswerk anzutreffen, wird in Wirklichkeit ein erheblich verbessertes Verteidigungskonzept vorfinden. Tatsächlich verfügte das Fort Battice und überhaupt alle weiteren modernen Forts der Befestigten Stellung Lüttich für die damalige Zeit im Vergleich zu zahlreichen deutschen Befestigungsanlagen verhältnismäßig über bedeutend weiterent- wickelte Werkzeuge als man vermuten könnte. So auch die in den Bau des Forts Battice geflossene Technik, aus der Wände mit einer Stärke von bis zu 4,5 m entstanden. Und in der Tat: ab dem 10. Mai 1940 - Belgien schreibt Geschichte - widersteht das Fort Battice heftigsten Artillerie-, Infanterie- und Luftangriffen; die deutschen Angreifer stießen dabei auf erhebliche Probleme.

Auf den ersten Blick mag das Fort Battice aus einigen, teilweise stark in Mitleidenschaft gezogenen, überirdisch sichtbaren Bunkern bestehen. Doch in Wirklichkeit besitzt das Fort ein in etwa 30 m Tiefe ausgedehntes Hohlgangsystem mit 15 Kampf- blocks, die durch etwa 3 km lange Hohlgänge untereinander verbunden sind.

Mit einfachstem Material (Schaufeln, Schubkarren, Presslufthämmern) waren über 1000 Mann drei Jahre lang Tag und Nacht am Bau des Forts Battice beteiligt, um das zu schaffen, was man heutzutage im Grunde genommen, angesichts der modernen Technik, nur schwer nachzubauen weiß: ein aus Stahlbeton gegossenes Bauwerk der Superlative.

Im Mai 1940 widersteht das Fort Battice der deutschen Belagerung 12 Tage lang. Doch neuentwickelte Waffen, panzerbrechende Fliegerbomben und effektive Hohlladungen zwangen das Fort am Morgen des 22. Mai 1940 zur Kapitulation. Nach der Übergabe mussten die Soldaten für fünf Jahre in deutsche Kriegsgefangenschaft gehen.

Unter fachkundigster Führung gewann ich anlässlich meiner zahlreichen Besuche des Forts Battice einen Gesamtüberblick über den Aufbau und die Organisation und Funktionsweise dieses Stahlriesens. Ich und alle weiteren Teilnehmer staunten nicht schlecht, als wir die bis ins kleinste Detail ausgeklügelte Festungsanlage besichtigten. Und am Ende der Besichtigungen musste ich die Dimensionen und das Potential dieser Anlage sowie die gesammelten Eindrücke jedes Mal neu verarbeiten.

An dieser Stelle vorab ein herzliches Dankeschön an Herrn Otmar Rogge für die absolut hervorragenden Führungen des Forts Battice, die zahlreichen sachkundigen und präzisen Hintergrundinformationen, die mich anlässlich meiner Besuche immer wieder neu erstarren ließen, und nicht zuletzt für die großzügige Bereitstellung von Bild- und Ausrüstungsmaterial.

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