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Feierlicher Umtrunk

EUPEN > Erste Stolpersteine

Am Sonntag, dem 20. Oktober 2013 ab 15.00 Uhr wurden in EUPEN (B) so genannte Stolpersteine ver- legt. Es sind die ersten fünf Stolpersteine, die in der «Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens» verlegt wurden.
Die Stolpersteinaktion wurde von der ostbelgischen Fach- abteilung „Grenzgeschichte DG“ der Autonomen Hoch- schule in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens initiiert und vom Kölner Bildhauer und Künstler Gun- ter DEMNIG umgesetzt.
Die Stolpersteine sollen an Menschen erinnern, die durch das NS-Regime und seine Mitstreiter zu Schaden kamen oder schlimmstenfalls zu Tode gefoltert wurden.
Der erste Stein wurde in der «SIMARSTRASSE» verlegt und zwar vor dem Haus des ehemaligen Eupener Po- lizeikommissars Friedrich HENNES, der am 9. April 1941 im Konzentrationslager Sachsenhausen an seinen Haftfolgen verstarb. Weitere vier Stolpersteine wurden in der «GOSPERTSTRASSE» vor dem HausGospert 54“ verlegt. Sie sollen an die vierköpfige jüdische Familie SCHALIT erinnern. Vater Israel wurde mit einem Ge- fangenentransport nach Auschwitz deportiert und kam nie zurück. Mutter Ester (Estera), die kleine Rosa und ihr Bruder Joseph Markus überlebten den Holo- caust dank der Hilfe zahlreicher belgischer Bürger.

Stolperstein-Verlegung in Eupen

Den Angaben des GRENZ-ECHO zufolge folgten knapp 200 Menschen der Einladung. Rosa SCHALIT-MENDELZWAIG, ihr Ehemann und ihre Kinder waren extra aus Israel angereist, um den Gedenkfeierlichkeiten beizuwohnen.
Nachdem
alle fünf Stolpersteine in den Bürgersteig eingebracht wurden, haben die Organisatoren die Gedenkfeier mit einem feierlichen Umtrunk im Haus „Gospert 42“ ausklingen lassen. Das ehemalige Kaufmannshaus wurde im Jahre 1707 erbaut. Hinter dem Haus befindet sich ein typischer Kaufmannshof des 18. Jahrhunderts mit so ge- nannten Schererwinkeln. Heute ist das Haus Sitz des Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft Bel- giens und der Euregio Maas-Rhein.
Zu den geladenen Gästen zählten neben den Organisatoren natürlich die Angehörigen der Familien HENNES und SCHA- LIT, Bildhauer Gunter DEMNIG, zahlreiche politische Vertreter, der deutsche Botschafter in Belgien Eckart CUNTZ und die Schulkinder, die die Gedenkfeierlichkeiten mit eigenen persönlichen Beiträgen bereicherten. Der Umtrunk war für alle zugänglich und alle waren herzlich eingeladen, die Feierlichkeiten mit einem feuchtfröhlichen Glas ausklingen zu lassen.

Stolpersteinverlegung / Gedenkfeier vom 20. Oktober 2013 in Eupen
Im Anschluss an die Verlegeaktionen luden die Organisatoren zu einem Umtrunk in das
HausGospert 42“ in Eupen ein
Das Foto zeigt Dr. Herbert RULAND der AbteilungGrenzGeschichte DGim Gespräch mit dem
deutschen Botschafter in Belgien Eckart CUNTZ

Karl-Heinz KLINKENBERG, Eupens amtierender Bürgermeister

Der Kölner Bildhauer und Künstler Gunter DEMNIG

Im Gespräch mit dem deutschen Botschafter in Belgien

Links im Bild: Ministerpräsident Karl-Heinz LAMBERTZ

Nachdem sich alle Gäste im HausGospert 42“ eingefunden und auf ein Glas angestoßen hatten, hielt Eupens Bürger- meister Karl-Heinz KLINKENBERG eine Willkommensrede. Anschließend überließ der Bürgermeister dem Ministerpräsi- denten Karl-Heinz LAMBERTZ das Wort. In seiner Rede wies Lambertz noch einmal auf die Tatsache hin, dass die Menschheit gemeinsam Verantwortung dafür trägt, dass ein solcher Krieg nie wieder geschieht. Um der Opfer willen und um unserer Zukunft willen sei es äußerst wichtig, die Erinnerung wach zu halten, so Lambertz.

Rosa SCHALIT-MENDELZWAIG
Konzentriert
hörte sie den Rednern bei ihren Vorträgen zu

Hier im Gespräch mit Gunter DEMNIG

Rosa SCHALIT-MENDELZWAIG war am 20. Oktober 2013 mit ihrem Ehemann und ihren Kindern aus Israel ange- reist, um der Gedenkfeier in Eupen mit ihrer Familie beizuwohnen.
Alessandra (Sandy) WINTGENS ist eine Ur-Enkelin von Fritz HENNES und las bei der Verlegung einige persönliche und sehr ergreifende Worte. Ihr Sohn ist im 5. Jahr an der Pater-Damian-Schule in Eupen. „GrenzGeschichte DGbe- suchte seine Klasse im Geschichtsunterricht und berichtete vom ProjektStolpersteine.
Die Schülerinnen und Schüler der PDS, unterstützt von ihrem Geschichtslehrer Guido HAVENITH und von Frau WINTGENS, haben mit ihren Redebeiträgen am 20. Oktober 2013 dazu beigetragen, dass diese erste Eupener Stol- perstein-Verlegung zu einem sehr emotionalen und ergreifenden Ereignis wurde.
Auf dass noch viele andere Schulklassen der Deutschsprachigen Gemeinschaft dieses Stolpersteinpro- jekt aufgreifen, damit noch mehr dieser Gedenksteine in unserer Gegend verlegt werden können.

OFFIZIELLES EINLADUNGSSCHREIBEN

PRESSEBEITRÄGE

DANKSAGUNG - LINKS

Alle weiteren Informationen über die Veranstaltung, die näheren Hintergründe zum
tragischen Schicksal des
Eupener Polizeikommissars Friedrich HENNES und der
jüdischen Familie SCHALIT, und die
Beiträge zu den beiden Verlegestationen findet ihr im
einleitenden BerichtIn memory of und in den zwei folgenden Berichten
Erster- und Zweiter Verlegeort
ZUM ANFANG HIER KLICKEN

Textquelle „Schlusswort“: GRENZGESCHICHTE.EU0000000000Fotos: bunkertours.be

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