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Einleitung

FORTS IN BELGIEN

Bereits in der Vorkriegszeit wurden in Belgien 12 so genannte "FORTS" errichtet (zu deutsch: FESTUNGS- ANLAGEN).

Die Forts und der Erste Weltkrieg

LISTE DER 12 "FORTS" VOR DEM ERSTEN WELTKRIEG

Barchon
Fléron
Boncelles
Flémalle
Loncin
Pontisse
Evegnée
Chaudfontaine
Embourg
Hollogne
Lantin
Liers

„Die Forts galten damals als unüberwindbar“, weiß Wikipedia sich auszudrücken. Die traurige Realität zeigte, dass die Forts im ERSTEN WELTKRIEG sehr schnell eines nach dem anderen unter dem Feuerhagel der deutschen Geschütze fielen. Es war die tödliche Waffe der deutschen Armee, die berühmt berüchtigte DICKE BERTA, die im Jahre 1914 die FORTS innerhalb kürzester Zeit zusammenschossen. Der absolute „Höhepunkt“ war der 15. August 1914, jener Tag, an dem das Fort LONCIN, man kann es nicht anders sagen, förmlich in die Luft gejagt werden sollte. Die Bombardierung des Forts LONCIN durch zwei 420-mm-Kanonen war fürchterlich: an jenem 15. Au- gust 1914 gegen 17.20 Uhr sahen feindliche Beobachter aus sicherer Nähe einen gewaltigen Feuerblitz über LONCIN: das Fort explo- diert und begräbt einen Teil der Garnison unter riesigen Betonblöcken. Gleich am nächsten Tag kapitulierten die „noch übriggebliebenen Forts“, die bis zu diesem Zeitpunkt standgehalten hatten (Flémalle und Hollogne). Damit war der Kampf um Lüttich entschieden.

Um das Land gegen einen erneuten deutschen Angriff zu verteidigen, investierte die belgische Heeresführung in der Zwischenkriegszeit bedeutende Mittel in die Verteidigung LÜTTICH's. So wurde Lüttich im Mai 1940 neben 8 alten, wieder aufgerüsteten Forts um 4 völlig neue Forts erweitert.

Die Forts und der Zweite Weltkrieg

LISTE DER 12 FORTS VOR DEM ZWEITEN WELTKRIEG

Barchon
Fléron
Boncelles
Flémalle
Pontisse
Evegnée
Chaudfontaine
Embourg
sowie
Eben-Emael
Tancrémont






Battice
und

Aubin-Neuf-
château.

Auch hier zeigte die traurige Realität, dass die Verteidiger des Landes der deutschen Artillerie eindeutig unterlegen waren, sodass sie innerhalb kürzester Zeit die weiße Flagge hissen mussten. So fiel das Fort Eben-Emael bereits am 10. Mai 1940 (Tag, an dem der Westfeldzug begann) in deutsche Hand, was dazu führte, dass die Forts von Pontisse und Barchon am westlichen bzw. östlichen Maas- ufer das Feuer auf Eben-Emael eröffneten (von Barchon aus wurde damals übrigens auch der zwischenzeitlich von deutschen Infante- risten eingenommene BAHNHOF MONTZEN beschossen). Ab dem 13. Mai 1940 wurde Fort Barchon dann selber von der deutschen Ar- tillerie schwer unter Beschuss genommen. Boncelles fiel am darauffolgenden 16. Mai, also nur 3 Tage später. Am 18. Mai 1940 musste der Festungskommandant des Forts Barchon dann ebenfalls die weiße Flagge hissen lassen, obschon dieser die Kapitulation einige Stunden zuvor noch abgelehnt hatte. Das Fort Tancrémont hingegen hielt bis zum 29. Mai 1940 stand, als die belgischen Streitkräfte einen Tag zuvor, also am 28. Mai 1940, bereits kapituliert hatten, doch dazu mehr später...!

Die Befestigte Stellung Lüttich

Konkret ging es darum, dem GROSSRAUM LÜTTICH die nötige Abwehr zur Verteidigung des Landes an der östlichen Front mittels Er- richtung jener Festungen zu geben, die während der beiden Weltkriege von größter Bedeutung für diese belgische Verteidigung sein sollten.

Die meistens Forts wurden zwischen 1887 und 1892 nach den Plänen des belgischen Generals und Militärschriftsteller HENRI ALEXIS BRIALMONT errichtet. Einige bestanden aus Stahlbeton, andere wurden bereits mit dem damals völlig neuen Baustoff „Beton“ gebaut.

1914 und 1940 mussten die Festungen somit dem ersten Sturm der deutschen Soldaten standhalten:

1914 leisteten sie dem deutschen Ansturm entschlossenen Wider- stand. Doch am 8. August 1914 fiel bereits die erste Festungsan- lage (Fort Barchon). Die letzte (Fort Hollogne) fiel am 16. August 1914. Beim Einschlag in das Pulverlager von LONCIN (ich berich- tete) wurden 350 (!) Menschen getötet.

Der erste deutsche Angriff am 10. Mai 1940 zeigte, dass die Fes- tungen "trotz neuer Konstellation" einer modernen Kriegsführung ebenfalls nicht standhalten konnten. Immerhin hielten sie diesem deutschen Sturmfeuer 12 Tage stand.

Nichtsdestotrotz hat die „Befestigte Stellung Lüttich“ also während der beiden Weltkriege eine wesentliche Rolle gespielt. Tatsäch- lich ist die Errichtung dieser "Gürtelfestung" auf vier strategisch-wichtige Punkte zur Verteidigung des Landes zurückzuführen:

durch Lüttich verliefen 17 Straßen in Richtung Aachen (D), Brüssel (B), Maastricht (NL), Namur (B), Verviers (B) und Bastogne (B),
durch Lüttich verliefen 7 Eisenbahnrouten,
durch Lüttich fließt die Maas, die von Frankreich nach Belgien und weiter in die Niederlande führt,
in Lüttich münden die „Ourthe“ und die „Weser“ in die Maas.

Die Linie Antwerpen-Wavre-Namur

Im Mai 1940 wird LÜTTICH durch 3 völlig neue Forts geschützt (AUBIN-NEUFCHÂTEAU, BATTICE, TANCREMONT), zusätzlich noch durch das FORT EBEN-EMAEL, das vom Organisatorischen her eigentlich einem anderen Armeekorps angehörte, aber praktisch auch Lüttich verteidigte. Lüttich bildet die östliche Spitze der belgischen Armee, die als Schutzschild von Antwerpen bis Namur einen riesigen Kreisbogen macht, der auf dem Albertkanal und auf der Maas aufstützt.

Die Forts des Zweiten Weltkriegs heute

Zwei Divisionen, drei Radfahrerregimente, ein Kavallerieregiment und Truppen in den Festungen gewährleisteten die Verteidigung der Befestigten Stellung Lüttich. Sie konnten alle Mörsereinschlägen von bis zu 22 Zentimetern widerstehen!

Eine große Anzahl der FESTUNGSANLAGEN ist nach wie vor in gutem Zustand und für die Öffentlichkeit zugänglich. Hier seht ihr nun die "Vier Forts des Zweiten Weltkriegs" im direkten Vergleich...

Eben-Emael (siehe Karte oben "A")

Aubin-Neufchâteau (siehe Karte oben "B")

Battice (siehe Karte oben "C")

Tancrémont (siehe Karte oben "D")

Fortsetzung in den weiteren Rubriken!

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