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Denkmal MM305

Denkmäler und Grabsteine

Dieses Denkmal befindet sich in der „Rue de Verviers“ in Battice (B), auf Höhe des Sträßchens „Hautregard“. Es gedenkt vier Sol- daten eines Beobachtungspostens des FORT BATTICE.

Die Männer kamen auf tragische Weise ums Leben, als der Bun- ker am 18. Mai 1940 nach einer verheerenden Explosion teils hef- tig zerstört wurde.

Zwei Männer verbrannten bei lebendigem Leib, die zwei anderen überlebten schwerverletzt die Explosion.

„8 MAI 1940 - LE FORTIN M.M.305 EST DYNAMITÉ PAR L'ENNEMI L'HISTOIRE.
ILS PAYÈRENT DE LEUR VIE L'HONNEUR D'APPARTENIR AU PRE
- MIER FORT DE LA DÉFENSE DE LIÈGE“.

Zwei der vier Männer

Denkmal zu Ehren des "Fortin M.M.305" (man beachte die Fahne)

Hintergrund

Das "FORT BATTICE" ist eines der drei Forts der „Befestigten Stellung Lüttich I“. Im Mai 1940 hielt es zwölf Tage lang der deutschen Belagerung unter heftigstem Beschuss der schweren Artillerie und der Luftwaffe stand.

Am 11. Mai waren 6 von 7 Außenbeobachtungsposten komplett ausgefallen. Am 12. Mai war das Fort bereits eingeschlossen. Der schwere Artilleriebeschuss der Deutschen hatte jedoch nicht die erwünschte Wirkung. Am 16. Mai fielen sämtliche Beobachtungs- glocken aus. Am 21. Mai wurden zwei von drei „Werferblöcken“ nach Stuka-Angriffen verschüttet.

Nachdem die Munition ausging und nur noch ein Turm funktio- nierte, wurde vor der "Übergabe" alles Brauchbare komplett zer- stört.

Die Befestigte Stellung Lüttich I erstreckt sich von „Comblain“ im Süden bis nach „Visé“ hoch im Norden. Hierbei wird unterschieden zwischen sieben aufeinander folgenden Sektoren:
Sektor „CS“, der den Großraum zwischen „Comblain“ und „Sougné“ abdeckt
Sektor „SB“, zwischen „Sougné“ und „Becco“
Sektor „BV“, „BECCO-VESDRE“
Sektor „VM“, „VESDRE-MANAIHANT“
Sektor „MM“, „MANAIHANT-LES MARGARINS“
Sektor „MN“, „LES MARGARINS-NEUFCHÂTEAU“
und
Sektor „NV“, „NEUFCHÂTEAU-VISE“.

Der Verteidigungssektor „MM“ erstreckte sich von „Manaihant“ bis nach „Les Margarins“, im Norden des FORT BATTICE. Er bestand aus 20 Unterständen, wovon 2 mit Beobachtungsglocken und 18 mit Schießschachte (Bild rechts: P.F.L. I-Standardbunker).

Jeder Bunker trug einen Namen. Er umfasste 2 Buchstaben, ge- folgt von einer Zahl. So war beispielsweise „SB 8“ der achte Bun- ker des Sektors “SOUGNE-BECCO“. Es gab eine Ausnahme: beim „MM 305“, also genau der Bunker, von dem hier die Rede ist, konnte „305“ natürlich nicht für „dreihundertfünfter“ Bunker ste- hen, schließlich gab es in diesem Sektor ja nur deren 20.

Tatsächlich konnte durch „305“ die Lage, genauer gesagt Höhe des Bunkers über dem Horizont ermittelt werden.

Der „MM 305“ war ein UNTERIRDISCHER Bunker ohne Schiess- schachte, erbaut im Jahre 1935. Er war zwei Meter lang, 2 Meter breit und 2 Meter hoch. Er war komplett unterirdisch, lediglich seine Beobachtungsglocke ragte aus dem Boden heraus.

Heute ist der MM 305 so gut wie zugewachsen, die Beo- bachtungsglocke ist auch nicht mehr vorhanden. Eine Be- tontreppe mit etwa 15 Stufen führte zu ihm runter.

GPS-Daten: +50° 37' 40.76'', +5° 49' 28.29''.

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