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Denkmal Conley / Kested

Denkmäler und Grabsteine

Über meinen Opa mütterlicherseits, Opa Beckers, berichtete ich bereits. Doch was sich damals anlässlich der Befreiung von Membach im September 1944 zugetragen hat, darüber habe ich noch kein ein- ziges Wort verloren! Unbegreiflich, denn die Geschichte dieser beiden amerikanischen Soldaten be- wegt mich sehr, nicht zuletzt weil sich die Tragödie quasi vor Opas Haus hätte ereignen können...

MEMBACH IN GEDENKEN AN SGT. BRADFORD S. CONLEY UND CPL. HARRY F. KESTED
SIE KAMEN, UM UNSER VATERLAND ZU BEFREIEN
SIE STARBEN AM 11. SEPTEMBER 1944 IM ALTER VON NUR 22 UND 25 JAHREN

Über das Schicksal von Sergeant Bradford S. Conley, geboren in North Carolina, und Cpl. (Technician) Harry F. Kested, geboren in New York-State, erfuhr ich durch Zufall von Jean-Marie Kremers, Ehrenpräsident der « BHRG SPEARHEAD ».

Kennengelernt habe ich Jean-Marie im Belgischen Remicourt an- lässlich der « Veranstaltung 2012 der Spearheads ». Jean-Marie ist ein guter Kontakt geworden und gelegentlich treffen wir uns, lachen miteinander und tauschen uns aus. An dieser Stelle liebe Grüße an dich, Jean-Marie :-)

"Wie ich die Befreiung von Membach erlebte", heißt es in der Ausgabe des Grenz-Echos vom 6. Dezember 1994. Eine Ge- schichte von Willi Erkens über das tragische Schicksal von zwei GIS, gefallen in Membach am 11. September 1944.

WIE WILLI ERKENS DIE BEFREIUNG VON MEMBACH ERLEBTE

"Ein schwerer deutscher Panzer vom Typ Panther mit langer Kanone fuhr mit klirrenden Ketten und gewaltigem Dröhnen an meinem Fenster vorbei, gefolgt von einem Halbkettenfahrzeug mit aufmontiertem Vierlingsflakgeschütz, um den Panzer gegen Luftangriffe zu schützen. Es folgten noch einige Schwimmwagen, drei SPW-Schützenpanzerwagen und einige LKW. Alle besetzt mit deutschen Soldaten.
Mittag. Henri Moray klopfte ans Küchenfenster und rief: "Sie sind da!!" Ich war aus der Türe, noch bevor meine Mutter reagieren und mich zurückhalten konnte. Als ich um die Ecke des Hauses nach Westen rannte - denn von Westen mussten sie kommen - sah ich sie, ein amerikanischer Sergeant und zwei GIS.
Der Sergeant befahl den beiden GIS, hinter der Kirche nachzusehen, ob dort keine Deutschen versteckt seien. Die beiden machten sich, die Gewehre schussbereit, auf den Weg. Hinter der Kirche machten sie kehrt und kamen zurück. Aber plötzlich gingen beide in die Hocke, rissen ihre automatischen Gewehre an die Schulter und feuerten gegen Süden, in Richtung der Deutschen.
Das Dorf war nach der Knallerei wie leergefegt. Der Sergeant und die GIS gingen bis zu ihrem Jeep zurück. Wieder Schusswechsel. Dieses Mal eröffnete der MG-Schütze auf dem Jeep das Feuer. Ein Sherman-Panzer fuhr donnernd an uns vorbei bis zur Kreuzung vor der Kirche. Hier begann er ein Panzerduell mit dem deutschen Panther. Die beiden Kanonen donnerten gewaltig. Die Fried- hofsmauer ging dabei zu Bruch, aber keiner konnte einen Treffer erzielen. Der Panther zog sich daraufhin zurück.
Fünf bis sechs Meter hinter uns stand ein M8-Panzerspähwagen der Dritten US-Panzerdivision von New York. Oben im Turm mit der kleinen Kanone stand Sgt. Bradford Conley aus North Carolina, vorne im Panzer saß Cpl. Harry Kested aus New York.
Es begann damit, dass der Panther sich zurückzog. Er musste in eine günstige Schussposition gekommen sein. Seine Kanone bellte, sofort danach hörte ich ein klirrendes Metallgeräusch aus der Richtung des M8. Lange Flammen schlugen aus dem Panzerturm und auch vorne aus der Einstiegsluke. Sie hüllten Sgt. Conley und auch Cpl. Kested vollkommen ein. Im Innern des Panzerspähwagens brach die Hölle los. Es krachte wie bei einem Feuerwerk, als die Munition explodierte, und eine dicke schwarze Rauchsäule schnellte mindestens dreißig Meter hoch empor. Wir mussten zuschauen, wie die beiden Boys verbrannten.
Die Rauchsäule lockte die US Air Force an. Jetzt kamen sie, 16 Jagdbomber stürzten sich auf die Deutschen. Sie flogen eine große Schleife und griffen immer wieder die deutschen Soldaten an. Der Panther, gefolgt von seinem Luftschutz, das Halbkettenfahrzeug, das sich feuernd gegen die Flieger wehrte, machten sich querfeldein, durch Hecken und Zäune brechend davon.
Der Sherman an der Kreuzung vor der Kirche zog weiter vor, gefolgt von andern Kampfwagen. Er nahm den Panther wieder unter Feuer. Nach vier Schüssen erwischte er den Panther zwischen den Ketten, er ging in Flammen auf. Die Soldaten auf dem Flak- geschütz ergriffen die Flucht, und der Sherman gab dem Geschütz den Fangschuss. Es flog in tausend Stücke." (Grenz-Echo, Aus- gabe vom 6. Dezember 1994 / Text stark gekürzt!).

IN MEMORY OF


SGT. BRADFORD S. CONLEY
-
CPL. HARRY
F. KESTED

Beide GIS wurden auf dem Ehrenfriedhof in Henri-Chapelle beerdigt. Heute erinnert dieses ehren- werte Denkmal an die beiden amerikanischen Soldaten, die dort am 11. September 1944 um 12.45 Uhr ums Leben kamen.

DIE BOYS HABEN IHR LEBEN GEGEBEN, DAMIT WIR IN FREIHEIT LEBEN KÖNNEN
VERGESST SIE NICHT!

IN DIESEM ZUSAMMENHANG EIN ABSOLUTES MUSS:
REMEMBER OUR LIBERATORS
DORT KÖNNT IHR ALLES ÜBER DIE BEIDEN BOYS UND DEREN FAMILIE IN ERFAHRUNG BRINGEN. WIRKLICH ZU EMPFEHLEN!

ZU FINDEN

RUE DES FUSILLES

B-4837 MEMBACH

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