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Das Lager

VERANSTALTUNGEN - AUSSTELLUNGEN > 07.07.2012: Remicourt

Wie mir vor Ort zugetragen wurde, ist die Veranstaltung der BHRG SPEARHEAD in REMICOURT nicht die erste organisierte Veranstaltung in der Geschichte der Reenactors gewesen. Seit einigen Jahren schon führt die Vereinigung dort Jahr für Jahr historische Darstellungen zu bestimmten Themen durch und die BHRG « SPEARHEAD » hat sich dies zu Herzen genommen. Der Standort für dieses historische Ereignis ist seit der ersten Veranstaltung der gleiche: auf der großen Wiese an der FERME D'ASPRE- MONT in REMICOURT, direkt neben Remicourts Dorfkirche.

Das Wetter an diesem 7. Juli 2012 war, wie so oft in Belgien, nicht sonderlich. Eine Mischung aus Sonne und Wolken, darüber hinaus relativ windig, aber dafür den ganzen Tag über trocken
und recht warm. Alle waren sie jedoch gut gelaunt, sehr freundlich gegenüber den Besuchern, wie ich schnell feststellte, und auch wenn ich nicht einen dieser Truppe kannte, sollte sich dies schnell ändern.

In diesem Jahr stellten die Reenactors Szenen eines medizinischen US-Lagers zum Zeitpunkt der Befreiung Belgiens nach. Von der 'First aid station' über die 'Collecting' und 'Clearing station' bis hin zum 'Field' bzw. 'Evacuation hospital', alle waren sie vorhanden. Nicht zu vergessen natürlich die großflächig angelegten Zelte, die militärischen Fahrzeuge, umgewandelt in Erste-Hilfe-Karossen, die « Church » der GIS, eine Panzerabwehrkanone, und viele weitere Attraktionen, sowie (Achtung) einige US-Gräber, die auf authentischer Art und Weise dort nachgestellt worden waren.

COLLECTING STATION

Die zweite von insgesamt fünf Stationen. Die Patienten wurden hier NICHT medizinisch ver- sorgt. Die verwundeten Soldaten wurden hier zusammengetragen und je nach Schweregrad der Verletzung sortiert. Nach einer kurzen Diagnose wurden sie für die nächste Station vorbereitet. Es war aber durchaus möglich, dass der Patient wieder an die Front geschickt wurde, wenn er sich dazu fähig fühlte. Andern- falls wurde er weiter in die nächste Station, die "Clearing Station", gebracht.

CLEARING STATION

In dieser Krankenstation wurden die Patienten behandelt. Wenn der Allgemeinzustand es zu- ließ, wurden sie an die Front zurückgeschickt. Schwer verwundete Soldaten erhielten eine zu- sätzliche Behandlung, bevor sie wie folgt ab- transportiert wurden:
-
konnte der Patient nicht transportiert werden und war dessen Zustand akut, so wurde er in das sog. FIELD HOSPITAL gebracht;
-
anders war es bei transportfähigen Patienten, deren Zustand weniger ernst zu nehmen war. In diesem Falle kamen die Verletzten in das EVACUATION HOSPITAL.

Für mich persönlich war es die erste Großveranstaltung, anlässlich der ich Reenactors mal so richtig in Action sah. Die BHRG « SPEARHEAD » war bis dahin kein Begriff für mich, was sich aber schnell ändern sollte. Schnell knüpfte ich Kontakte und freundete mich mit dem einen oder anderen Mitglied an. Ich kann jedem nur empfehlen, ein solches Reenactment mal live und hautnah mitzuerleben. Für mich steht jetzt schon fest, dass ich beim nächsten Reenactment auf jeden Fall wieder dabei sein möchte. DANKE!

REENACTMENT REMICOURT, JULY 7TH, 2012

So präsentierte sich das Militärlager

Blick auf einen Teil der ausgestellten Fahrzeugsammlung

V.L.N.R.: DODGE WC 62/63 (6 RÄDER) / DODGE WC 62/63 (6 RÄDER) / G.M.C. CCKW 352 (6 RÄDER) / G.M.C. CCKW 353 (6 RÄDER) / JEEP WILLYS OVERLAND (4 RÄDER)

Dieser verwundete Soldat wird gerade medizinisch versorgt

Anhänger mit "Gulaschkanone"

In den Zelten fehlte es an nichts, darunter wahre Schätze (alles Originalteile!)

Die beiden ersten Stationen der insgesamt fünf Krankenstationen

"Sanitary Point"

Vorbeifahrende Militärfahrzeuge - Das ging den ganzen Tag so

Im Gespräch mit Clubmitgliedern

Typisches Bild aus dem Krieg - Diese Aufnahme zeigt eine perfekt getarnte Verteidigungsstellung in Alarmbereitschaft

Weitere Krankenstation

Clubmitglieder an ihren Zelten

U.S. Dodge WC 54 (T214)

Zwei Willys, Modell MB - Rechts: mit so genannter "Tow Bar" (siehe Stossstange) und einem MG-Geschütz Kal. 50

Eine Bedford MWD (15 cwt), ganz große Klasse

Großes Kino auch diese BSA M20 (500 cc)

Die zwei Clubmitglieder (Bild unten) taten sich sichtlich schwer bei der Inbetriebnahme dieser Panzerabwehrkanone, die den ganzen Tag über technische Probleme machte, wie sie mir sagten. Und dennoch taten sie alles Menschen- mögliche, um das Artilleriegeschütz (Kopie) zum Funktionieren zu bringen. Denn die ohren- betäubenden Kanonenschüsse, die wurden selbstverständlich in regelmäßigen Abständen abgefeuert.

Bei jedem Schuss schreckten die Besucher zu- sammen und daran erkennt man, welche unge- heure Wucht hinter diesen PAKs steckt.


FORTSETZUNG
TEIL
IV: "DIE FAHRZEUGE"

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