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Anlagen 7-10

BATTLETOURING > Westwalltour 2007

"Westwall-Anlagen"

Die "Westwall-Anlagen", Anlagen 7-10 genannt, die sich außerhalb von Dahlem befinden, wurden alle mit unseren Pri- vatfahrzeugen angesteuert. Wir durchquerten so mehrere Dörfer und erreichten schließlich ORMONT, wo wir einen «Kampfbunker» besichtigten, der bis zur Freilegung durch das WESTWALLZENTRUM EIFEL über 60 Jahre lang ver- schüttet und somit unzugänglich war. Der absolute Höhepunkt der « Westwalltour 2007 ».
Zwischendurch machten wir an einem Schnellimbiss Rast und lernten so den einen oder anderen Besucher etwas näher kennen.
Wir erlebten einen "kompletten Querschnitt durch den Westwall" unter professioneller und fachlich korrekter Führung. Eine Tour, die wirklich zu empfehlen ist!

"Westwall"

Der "Westwall", auch "Siegfriedlinie" genannt, brachte einschneidende Veränderungen für das Landschaftsbild und die Bewohner der Grenzregion. Zunächst ein Symbol für die Grauen des Krieges, geriet er dennoch ziemlich rasch in Vergessenheit. Inzwischen sind seit Kriegsende fast 70 Jahre vergangen. Aber große Teile des WESTWALLS, dessen markantester Bestandteil die «Höckerlinien» sind, prägen immer noch das Bild der Westeifel.

Teil II der WESTWALL-Tour 2007 mit Peter Drespa

7. Gefechtsstandbunker

Es handelt sich dabei um einen Gefechtsstandbunker eines Regimentsstabs bei Dahlem-Baasem. Genauer gesagt war er für die Unterbringung von Teilen des führenden Stabes des sog. "Westwallabschnitts Nr. 12" vorgesehen. Man kann davon ausgehen, dass der Bunker "866", ein spiegelverkehrter Regelbau 11, frühestens am 4. oder 5. März 1945 durch die 87. US-Infanteriedivision, die am 4. März bis zur Kyll vorgestoßen war und kurze Zeit später Ormont und Hallschlag erobert hatte, eingenommen wurde, wenn überhaupt.

Das Bild oben zeigt den "Innenhof" des in "Ausbaustärke B" ausgeführten Regelbaus 11. Links im Bild der Haupt- eingang und der Zugang zum angehängten Kampfraum. Rechts im Bild die Flankierungsanlage. Aus Sicherheitsgründen wurde auf dem Bunkerdach ein Umlaufgitter angebracht.
Das Bild unten zeigt den angehängten Kampfraum mit der Schießschachte in Treppenausführung und der MG- Schachte, ausgeführt als typische "Maulscharte".
Alle Eingänge des Bunkers wurden für den Fledermausschutz sicher verschlossen (Beschriftung am Eingang des Kampfraums: "Fledermaus-Schutzgitter - Bitte nicht stören!").
Der erstaunlich gute Zustand der Bunkeranlage ist wohl darauf zurückzuführen, dass der Bunker etwas versteckt, d.h. abseits der normalen Wanderwege liegt.

8. Wasserversorgungsbunker

Nur wenige Meter vom Gefechtsstandbunker entfernt befindet sich dieser Wasserversorgungsbunker. Wie der Name schon sagt, stellte der Bunker die Wasserversorgung in diesem Westwallbereich sicher. Der Bunker wurde in Hanglage erbaut, der Haupteingang dementsprechend konzipiert. Die Kenn- zeichnung "Water Bunker Wanted" fällt beim Besuch des Bunkers direkt ins Auge. Dies bedeutet, dass dieser Bunker nach dem Krieg zur Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser genutzt wurde.

Eisenbahnbrücke an der stillgelegten Strecke Jünkerath-Losheim

Nach der Besichtigung dieser beiden Bunkeranlagen machten wir uns auf den Weg nach Hallschlag, wo uns ein gut erhaltenes Pumpwerk erwartete. In der TRIER STRASSE streiften wir dabei eine alte Eisenbahnbrücke, die zwar nicht Bestandteil der Westwalltour war, dafür aber geschichtlich bestimmt nicht weniger interessant ist.
Genaue Informationen zu der Eisenbahnlinie liegen mir aktuell zwar nicht vor, allerdings habe ich im Internet gefunden, dass Hallschlag und weitere Ortschaften wie Stadtkyll, Kronenburg und Losheim in irgendeiner Form mit der «Ahr- talbahn» zusammenhängen müssen. Die «Ahrtalbahn» soll REMAGEN und Adenau verbunden haben (und vielleicht immer noch verbinden) und 1912, also zwei Jahre vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, in Dümpelfeld an die neu errichtete Eisenbahnlinie nach Weywertz angeschlossen worden sein. Ich kann mir also gut vorstellen, dass der Bau der geschichtsträchtigen Ludendorff-Brücke in Remagen im Jahre 1916 den (späteren) Verlauf der «Ahrtalbahn» daher entscheidend mitbestimmt bzw. mitbeeinflusst haben muss. Somit wäre diese alte Eisenbahnbrücke etwa auf die REMAGEN-Brücke zurückzuführen??
Für jede Information im Zusammenhang mit den geschichtlichen Hintergründen dieser alten Eisenbahnbrücke und der Eisenbahnlinie bin ich natürlich dankbar!

9. Pumpwerk

Die letzte Station vor dem "Highlight der Tour". Das Pumpwerk inklusive der Wasserversorgung ist immer noch in gutem Zustand und die technische Aus- stattung des Bunkers ist ebenfalls immer noch erhalten. Der Haupteingang ist wieder mit "Water Bunker Wanted" (siehe Anlage 8) gekennzeichnet.
Heute befindet sich dieser Bunker im Privatbesitz, sodass sich die Eigentümer wohl reichlich mit frischem Trinkwasser versorgen können... :-)

10. Kampfbunker von Ormont

Vorerst die letzte Station der « Westwalltour 2007 », zugleich aber auch der Höhepunkt der Führung. Als wir am Ort des Geschehens eintrafen, kamen erneut Fragen nach dem Wo? des zu besichtigenden Objekts auf. Es war direkt vor unseren Augen: ein ganz normaler Schuppen aus Holz, der an einem Wohnhaus angrenzte. Dass nun Schuppen und Wohnhaus im Keller einen Kampfbunker bzw. eine MG-Kasematte verbargen, damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet...!

Wie die stolze und lustige Hausbesitzerin, eine ältere Dame, uns erzählte, ist ihr Haus, vor allen Dingen aber das "Objekt" unter ihrem Haus seit der Frei- legung des Bunkers ein regelrechter touristischer Anziehungspunkt für viele Schaulustige geworden, die mitunter auch von sehr weit angereist kommen. "Es ist nicht selten, dass mich Amerikaner und Engländer besuchen kommen", so die Dame.

KAMPFBUNKER VON ORMONT
In Ormont konnte das WESTWALLZENTRUM EIFEL eine zugeschüttete MG-Kasematte des Westwalls nach über 60 Jahren freilegen und für die Besucher der Westwalltour verkehrssicher überbauen
DIE VORERST LETZTE STATION DER WESTWALL-TOUR

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