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American Half-Track M3A1

STAVELOT

Dieses amerikanische Halbkettenfahrzeug ("Half-Track") befindet sich in STAVELOT (B) an der be- rühmten Amelbrücke, die während der Ardennenoffensive 1944 eine erste Kolonne der 1. SS-Panzer- grenadierdivision der Leibstandarte Adolf Hitler überqueren ließ, bevor die Amerikaner die feindlichen Truppen diesseits und jenseits der Brücke am Nachmittag des 18. Dezember 1944 in zwei Teile riss.

Das Fahrzeug des Typs M3A1 trägt die Abzeichen der 526. US-Infanteriedivision sowie der 825. Panzer- jäger- und 117. (30.) US-Infanterie-Regimente. Diese drei militärischen Einheiten attackierten und be- kämpften damals an der Brücke Panzerfahrzeuge des 1. deutschen Panzerregiments (Kampfgruppe Peiper).

Hintergrund

Die ersten feindlichen Truppen gelangten in STAVELOT am Montag, dem 18. Dezember 1944, kurz nach 9. Eine erste Kolonne von rund 200 Fahrzeugen, zu der zahlreiche Kampfpanzer gehörten, überquerte die zu diesem Zeitpunkt noch erhaltene Amelbrücke und erreichte so das rechte Ufer des Flusses. Das Unheil nahm seinen Lauf. Das ganze untere Stadtviertel wurde in Brand gesteckt und den Amerikanern blieb nichts anderes übrig, als sich zurückzuziehen, zumindest vorläufig. Bereits um 10 Uhr morgens, also nur eine Stunde später, wurde die US Army zum Rückzug gezwungen.

Um 3 Uhr nachmittags wurden die Deutschen, die inzwischen bis Trois-Ponts vorgeprescht waren, von der alliierten Luftwaffe angegriffen. Die amerikani- schen Bodentruppen nutzten diese Gelegenheit, um nach Stavelot zurückzukehren und die Amelbrücke anzusprengen. So schnitten sie der deutschen Ko- lonne, die sich auf dem rechten Ufer befand, jeden Rückzug und jede Verbindungsmöglichkeit mit den anderen deutschen Truppen auf der gegenüber- liegenden Seite des Ufers ab. Weil die Verpflegung der "in Not geratenen" SS-Soldaten dadurch nicht mehr nachkommen konnte, führten diese eine re- gelrechte Plünderung durch.
Infolge des unerwarteten amerikanischen Gegenan- griffs stabilisierte sich wieder die Front in der Ort- schaft STAVELOT. Der größte Teil der Stadt auf dem rechten Flussufer blieb in Händen der Ameri- kaner, wogegen das linke Ufer weiterhin von den Deutschen besetzt wurde.

Die Amelbrücke 1944

Das Bild rechts oben zeigt die Amelbrücke während der Ardennenoffensive 1944. Das Bild muss nach dem 18. Dezember entstanden sein, da im Bild links ein deutscher Panzer zu erkennen ist. Auf dem Bild allerdings nicht erkennbar sichtliche Spuren der seitens der US Army vollzogenen "Sprengung". Das Bild unten zeigt die Amelbrücke heute.

Die Amelbrücke in Stavelot - Aktueller Zustand

Vom "T1" zum "M3 Half-Track Carrier"

Als absoluter Neueinsteiger in die technischen Eigenschaften solcher Fahrzeuge musste auch ich mich erst einmal mit dem technischen Merkblatt des "M3A1" vertraut machen...
Zuallererst: Was sind Halbkettenfahrzeuge? Wikipedia: "Halbkettenfahrzeuge sind Kraftfahrzeuge, die sowohl normale Räder als auch ein Kettenfahrgestell besitzen. Durch die Kombination von Kettenfahrgestell und Lenk- achse wird eine höhere Geländegängigkeit als beim reinen Radfahrzeug erreicht."
Wie ich dann erfahren habe, ist der "Half-Track" das amerikanische Pendant zu "Halbkettenfahrzeug".

Die US Army interessierte sich erstmals 1925 für die militärische Nutzung von Halbkettenfahrzeugen, zu einer Zeit, als die Berichte über die französischen Halbkettenfahrzeuge ausgewertet wurden.
Die
erste amerikanische Entwicklung wurde "T1" genannt. Sie wies schon die Laufwerksmerkmale der späteren M2/M3-Baureihe auf. Zur Info, der Preis für einen M3 lag bereits 1943 bei sage und schreibe 10.310 US-Dollar...!

An der Seite des Fahrzeugs befinden sich heute zwei wasserdichte Plexiglastafeln mit Informationen rund um diesen Half-Track. Wie aus den Texten u. a. zu entnehmen ist, steht "LST1009" auf der Stossstange vorne (auf dem Bild unten durch die starke Panzerung vorne nicht gut zu erkennen) für das Schiff, das den Half-Track nach Europa überführte. Ferner geben diese Tafeln die technischen Merkmale dieses Half-Tracks wieder.

Motor: White 160AX; 6 Zylinder
; 147 PS; 72 km/h
Besatzung: 13 Mann
Gewicht: 9,1
Tonnen
Panzerung: bis zu 127 mm die Front und zwischen 50 und 60 mm der Aufbau
Fahrwerk: 5 große Laufrollen pro Seite
mit viertelelliptischer Aufhängung
Abmessungen (LxB
xH): 6,16 x 1,96 x 2,30 m
Reichweite: 140 km
Bewaffnung: 1 MG
Kaliber 50, 1 MG Kaliber 30.

Die Anzahl hergestellter Fahrzeuge des "M3" beläuft sich insgesamt auf 12.391.


Unbedingt erwähnt werden müssen noch die mili- tärischen Einheiten im Kampf um Stavelot, die auf den o. g. Hinweistafeln nachzulesen sind. Allesamt kämpften sie heldenhaft während der Ar- dennenoffensive für die Befreiung dieser Ort- schaft und ihrer Randgemeinden.

- 5è
me Bataillon de Fusiliers Belges
- 202
nd, 291st, 51st Engineer Combat Battalion
- 526
th, 27th Armored Infantry Battalion
- 117
th, 120th Infantry Regiment
- 203
rd Antiaircraft Artillery Aw.
- 404
Fighter Group
- 365
th, 366th, 367th Fighter Groups
- 3717
th Quatermaster Truck Company
- 3814
th Quatermaster Gasoline Supply Company
- 118
th Field Artillery Battalion
- 740
th, 643th Tank (Destroyer) Battalion.

Sowie viele andere medizinische Vereinigungen und Vereinigungen zuständig für den Unterhalt der Fahr- zeuge, die Wegweisung usw.

Immer noch erhalten: die Benzinkanister

Zu finden PLACE DU 18 DECEMBRE 1944 in B-4970 STAVELOT

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