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08.05.2011: Camp Elsenborn

VERANSTALTUNGEN - AUSSTELLUNGEN

Tag der offenen Tür: am 8. Mai 2011 lockte das Lager oder "Camp" Elsenborn rund 5000 Besucher auf den Truppenübungs- plätzen. Ein Flyer machte mich auf diese Veranstaltung aufmerk- sam, sodass ich mich am Nachmittag des 8. Mai 2011 (Muttertag) mit meiner Mutter und meiner Freundin auf den Weg nach Elsen- born (B) machte...
Es war ein heißer Sonntag (24°C im Schatten), besseres Wetter hätten wir nun wirklich nicht haben können.
Ich
muss zu meiner Schande gestehen, dass ich das Camp Elsen- born nicht kannte, vorher nicht einmal gesehen hatte, und ich da- her absolut nicht wusste, was mich dort erwarten würde.
Gegen 14 Uhr trafen wir in das Camp ein. Schnell merkte ich, dass dieser Nachmittag ein unvergesslicher Nachmittag werden würde. Kaum angekommen fuhren auch schon die ersten Militär- fahrzeuge, vollbeladen mit Kindern, Erwachsenen und Jugend- lichen, an mir vorbei. Eine der zahlreichen Vorführungen, die bei den Besuchern großen Zuspruch fanden...

Auf Entdeckungstour im Militärstandort Elsenborn

Camp Elsenborn

Erstmals in der militärischen Geschichte erwähnt wurde das "Camp Elsenborn" 1894 unter preußischer Herrschaft. An- fangs diente es noch als Zeltlager, doch wenig später wurde der Standort befestigt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bot es schon Platz für 5000 Personen.
Im Ersten Weltkrieg diente das Camp Elsenborn hauptsächlich als Lager für großkalibrige Geschütze und als Aus- bildungslager. Auch im Zweiten Weltkrieg wurde das Lager größtenteils zu Ausbildungszwecken genutzt.
Im August 1944 zerstörte ein BOMBENANGRIFF der US-Truppen große Teile des Lagers. Nach dem Krieg wurden die unversehrten Gebäude durch die belgischen Streitkräfte bewirtschaftet.
Das Camp verfügte lange Zeit über eine eigene Schule und ein Postamt. Seit 1998 können die Besucher des Lagers im TRUSCHBAUM-MUSEUM mehr über die Geschichte des CAMP ELSENBORN erfahren.

Schnell war uns klar, dass die Rundfahrten mit belgischen aber auch amerikanischen Militärfahrzeugen großen Zuspruch bei den Besuchern fanden. Ich zögerte nicht und reihte mich gleich in das Publikum ein. Mit einem modernen belgischen Militärfahrzeug legte ich so eine Rundfahrt quer durch das großräumige Gelände zurück. Die Fahrt dauerte ca. 15 Minuten.
Um 15.00 Uhr stand eine Vorführung an. Die Aktivität ... berfahren eines Autowracks mit Bergepanzer" hörte sich zugege- benermaßen sehr reizvoll an. Was sagte die Uhr? 14.35 Uhr. Genügend Zeit, um uns vorher noch ein wenig mit der Umgebung vertraut zu machen.
Bei der Erkundungstour stießen wir gleich am Eingang des Camps auf das TRUSCHBAUM-MUSEUM, welches ich allerdings aus Zeit- mangel leider nicht mehr besichtigen konnte.
Gleich vor dem Museum: ausgestellte Drachenzähne und ein Panzerabwehrgeschütz. Weiter zu unserer Linken diverse US-Jeeps und ein US-Bike, Militäre hatten es sich indes im Rasen hinter aufgeschlagenen Zelten gemütlich gemacht.
Weiter vorne ebenfalls zu unserer Linken ein amerikanischer Oldtimer, der mir besonders gut gefallen hat. Dann die beiden ersten Höhepunkte dieser Erkundungstour: ein zum Gedenken an die amerikanischen Soldaten errichtetes Denkmal sowie eine bel- gische Panzerhaubitze M 108.

Panzerhaubitze M 108

Der Bergepanzer

15.00 Uhr.berfahren eines Autowracks mit Bergepanzer + Feuerwehr". Allein das motorisierte Geräusch des Panzers und sein Anblick versetzte mich gleich in einen Trancezustand...!
Nach ein paar einleitenden Worten eines Feuerwehrmanns ging es auch schon los. Ein Besatzungsmitglied setzte sich in den Pan- zer, schmiss ihn an (allein dieses Geräusch ... no comment!) und Panzer und Fahrer näherten sich langsam dem Fahrzeug. Der Fahrer beschleunigte, überrollte das Fahrzeug (problemlos, ver- steht sich) und stoppte dann wieder, gleich vor dem Publikum... (dass wir nicht überrollt worden sind, grenzt an ein Wunder :-)). Anschließend legte der Fahrer den Rückwärtsgang ein und fuhr noch einmal über das inzwischen stark in Mitleidenschaft gezoge- ne Fahrzeug. Er wiederholte diese Manöver noch ein zwei Mal, sodass am Ende rein gar nix mehr vom einst gut beschmückten Fahrzeug zu sehen war.

Hier nun ein kleiner Mitschnitt aus der Darbietung "Überfahren eines Autowracks mit Bergepanzer". Sie wird mir wohl immer in Er- innerung bleiben. Viel Spaß!

Rettungsübung der Büllinger Feuerwehr

Gleich im Anschluss an diesen Act folgte eine Rettungsübung der Büllinger Feuerwehr. Der Bergepanzer kam hierbei wieder zum Einsatz. In diesem Falle fungierte er als Kranpanzer und hob das verunglückte Auto aus der Unfallstelle heraus, um die Verletzten aus den Autowrackteilen zu bergen. Auch diese Attraktion zog wieder viel Publikum an.

Brückenlegepanzer

Neben dem Berge- und Kranpanzer gehörte der Brückenlegepanzer womöglich auch zu den spannendsten Vorführungen des Tages. Dies kann ich nur bestätigen, denn wann bekommt man schon mal eine solche Maschine - voll in Action - zu Gesicht???
16.12
Uhr. Wir begeben uns auf die Suche nach den militärischen Fahrzeugen. Nur wenige Sekunden später wurde aus den Laut- sprechern auch schon die nächste Darbietung angesagt: "In wenigen Minuten auf dem M1-Gelände: Vorstellung des Brückenlege- panzers der Pioniere desme Génie".
Wir krempelten unser Programm um und begaben uns zugleich zum "Brückenlegepanzer"...

Brückenlegepanzer - Kurz notiert

Der Brückenlegepanzer ("Biber") wurde im Zweiten Weltkrieg ein- gesetzt, um je nach Geländebeschaffenheit Geländeeinschnitte bis 20 Meter Breite zu überwinden. Die Panzerschnellbrücke an sich war meist 22 Meter lang und 4 Meter breit, und konnte innerhalb von 2 bis 8 Minuten komplett ausgelegt werden.
Die Besatzung bestand aus zwei Soldaten, dem Fahrer und dem Kommandanten.
Der Brückenlegepanzer wiegt ganze 10 Tonnen und basiert auf dem Gestell des "Leopard 1". Im Gegensatz zum "Leopard 1" ist der Brückenleger jedoch völlig unbewaffnet gewesen. Nichtsdes- totrotz verfügte er über eine Nebelwurfanlage und er transpor- tierte außerdem die Handfeuerwaffen der Besatzung.
Neben Deutschland nutzten auch andere Staaten wie die Nieder- landen oder Polen den Brückenlegepanzer. Letzterer gehörte der Gruppe der militärischen Kampfunterstützungsfahrzeuge an.

Ausfahren der Panzerschnellbrücke

Natürlich ließ ich mir auch diese Attraktion nicht entgehen und nahm mir die nötige Zeit für diese einmalige Vorführung, die ins- gesamt mehr oder weniger 20 Minuten dauerte (ein Schiff wie dieses lässt sich nun mal nicht in wenigen Sekunden ausfahren... :-)).

Die
nachfolgenden Aufnahmen zeigen den Panzer während und nach dem Ausfahren der Brücke. Außerdem noch ein kleiner Mit- schnitt des Panzerbrückenlegers auf Hochtouren... Einfach nur geil, dieser Sound...!

Militärfahrzeuge, Waffensysteme, Oldtimer der US-Armee, und und und...

Großen Anklang fanden auch diverse Waffensysteme, moderne belgische Militärfahrzeuge, sogar Oldtimer aus den Beständen der US-Armee waren dort vertreten. Ferner konnten dort Pioniergeräte, moderne Geräte der Feuerwehr sowie Flugobjekte jeglicher Art eingesehen und teilweise auch getestet werden. So bereitete es insbesondere den Kindern viel Freude, sich einmal in ein F16-Flugzeug (Foto) zu setzen oder ein Segelflugzeug (Foto) von innen zu betrachten.

Ein unvergesslicher Tag

Am 8. Mai 2011 hatten wir die Möglichkeit, einen Teil des sonst der Öffentlichkeit verwehrten Militärgeländes des CAMP ELSENBORN zu entdecken.
Bei der Fülle an Ständen, Ausstellungen, Vorführungen und Aktivitäten ist es uns an diesem Sonntag leider nicht möglich gewesen, das komplette Programm in Augenschein zu nehmen.
Die
militärischen Fahrzeuge und verschiedenen Waffensysteme, die den Besucher dort erwarteten, überzeugten auch mich. Nachstehend noch eine Zusammenfassung meiner gesammelten Eindrücke als Bildergalerie.

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