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03.2013 Didier Pontzeele

ZEITUNGSARTIKEL > 2013

«Der Mann, der über 22.000 belgische Kriegsgräber wacht»

"Mir ist es äußerst wichtig, dass die Erinnerung
an unsere Soldaten bewahrt wird und dass
diese Erinnerung so ehrlich und rein wie nur
m
öglich vonstatten geht."

Der Flame Didier Pontzeele hinterlegt nicht
weniger als 45.000 Kilometer für den Unterhalt
von 21 belgischen Soldatenfriedhöfen.

Es ist die Geschichte eines Mannes, der als Sohn eines in Nürnberg
40-45 gefangenen Kriegssoldaten geboren wurde. "Ich fühle mich für all
diese Soldaten verantwortlich", erklärt der 46-jährige Militär.

Bestens gegen Wind und Wetter ausgestattet, begutachtet Didier Pontzeele peinlich genau jedes einzelne Kriegsgrab des Soldatenfriedhofs in La Panne an der belgischen Küste, dem größten belgischen Soldatenfriedhof aus dem Ersten Weltkrieg mit insgesamt 3.748 Gräbern (Grafik oben).
Jedes Jahr hinterlegt der ranghohe Unteroffizier 45.000 Kilometer, um 21 belgische Soldatenfriedhöfe mit ihren 22.000 Kriegsgräbern, meist aus dem Ersten Weltkrieg, einer genauen Überprüfung zu unterziehen. Schon im Januar macht sich der 46-Jährige mit seinem Kollegen voller Tatendrang auf den Weg, um mit seinem Militärfahrzeug die Soldatenfriedhöfe aufzusuchen, zu begutachten und zu erfassen. Obschon der eigentliche Unterhalt der Gräber durch eigenständige Privatfirmen gewährleistet wird und die Repara- turen gänzlich zu Lasten der regionalen Verantwortlichen sind, trägt Pontzeele immer etwas Klebstoff mit sich, um kleinere Unterhalts- bzw. Reparaturarbeiten vorzunehmen.
Einmal im Jahr sucht Pontzeele sogar die 4.000 in Frankreich gelegenen belgischen Kriegsgräber auf, wovon eines in den Pyrenäen liegt. "Wir durchqueren ganz Frankreich, um diesem einen Grab einen Besuch abzustatten", schmunzelt Pontzeele. Der belgische Staat trägt die Kosten für den Unterhalt die- ser Gräber, die sich jährlich auf 55.000 Euro belaufen.
Doch damit nicht genug. Der Militär kümmert sich außerdem um die sterblichen Überreste gefundener Soldaten. Im Jahr stößt Pontzeele auf etwa 6 bis 8 Soldaten, die behutsam in "Bodybags" (zu deutsch: Leichensack) verpackt werden, um sie nach Houthulst zu transportieren, wo sie in der speziell für diesen Zweck errichteten Leichenhalle in Empfang genommen werden.
Leider fehlt den Verantwortlichen das Geld, um alle Kriegsgräber sorgfältig bzw. ordnungsgemäß instand zu setzen. Daher werden die Gräber mit gravierenden Problemen vorrangig behandelt.
MEINEN ALLERGRÖSSTEN RESPEKT AN DIDIER PONTZEELE!

Quelle: Le Jour Verviers, Ausgabe vom 19. März 2013

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