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01.2013 Gedenken Holocaust

ZEITUNGSARTIKEL > 2013

Holocaust-Gedenktag erinnert an Millionen Nazi-Opfer

Im In- und Ausland ist am Sonntag der Millionen Opfer des Holocausts gedacht worden.

Im polnischen Auschwitz, dem seinerzeit größten der nationalsozialistischen Vernichtungslager, versammelten sich Überlebende, Politiker und Jugendliche.

"Auschwitz ist der schrecklichste Ort in der Geschichte", sagte der israelische Botschafter in Polen, Zvi Raf-Ner, vor der sogenannten Todeswand, an der Tausende Häftlinge erschossen worden waren. Er rief dazu auf, nicht nur der Ermordeten zu gedenken, sondern auch der Helfer, die oft unter Einsatz des eigenen Lebens Juden gerettet hatten.
Auschwitz steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Menschen, die vom Nazi-Regime ver- folgt und umgebracht wurden. Soldaten der Roten Armee hatten das Lager am 27. Januar 1945 befreit. Schätzungen zufolge wurden allein dort etwa 1,3 Millionen Menschen ermordet, die meisten von ihnen Juden aus Polen und aus den von Deutschland besetzten Staaten Europas.
Nach einem UN-Beschluss gibt es den weltweiten Gedenktag seit 2006. Papst Benedikt XVI. rief beim Angelusgebet auf dem Petersplatz in Rom zur Überwindung jeder Form von Hass und Rassismus auf. "Die Erinnerungen an diese ungeheuere Tragödie, die das jüdische Volk so schwer getroffen hat, muss für alle eine bleibende Mahnung sein, damit sich die Schrecken der Vergangenheit nicht wiederholen."
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte die "immerwährende Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus". "Mit Mut, Zivilcourage kann auch jeder Einzelne einen Beitrag dazu leisten, dass Rassismus und Antisemitismus keine Chance haben", sagte sie in ihrer wöchentlichen Videobot- schaft. Der Bundestag gedenkt der Nazi-Opfer in einer Feierstunde am 30. Januar.
In Berlin gab es am Nachmittag ein stilles Gedenken am Holocaust-Mahnmal sowie an der Gedenkstätte für die ermordeten Sinti und Roma. Zuvor war bei einer Veranstaltung des Lesben- und Schwulen- verbandes bereits der im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen gedacht worden.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) betonte, dem "unmenschlichen Vernichtungs- willen" der Nationalsozialisten seien viele Millionen Menschen zum Opfer gefallen. "Indem Berlin in diesem Jahr der Zerstörung der Vielfalt gedenkt, widmen wir uns ganz besonders diesen Menschen."
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) rief zum entschlossenen Widerstand gegen Rechtsextremismus auf. "Der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken, bleibt ein zeitloses und unum- stößliches Gebot."
Auch in der Gedenkstätte Buchenwald vor den Toren Weimars in Thüringen wurden Kränze niedergelegt. "Nie wieder darf die Würde des Menschen infrage gestellt, relativiert oder gar ganz abgesprochen wer- den", sagte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU). Sie rief dazu auf, im Alltag jeder Form von Rassismus und Diskriminierung klar entgegenzutreten. Das Unheil nehme seinen Anfang stets im Kleinen.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nahm den Gedenktag zum Anlass für neue Vorwürfe an die Adresse Teherans. "Die iranische Führung leugnet Tag für Tag die Schoah, vor den Vereinten Nationen und auf jeder anderen Bühne, während sie einen neuen Holocaust vorbereitet - die Zerstörung des jüdischen Staates." Dafür versuche sie auch mit Atomwaffen aufzurüsten. Das jüdische Volk habe heute jedoch seinen eigenen Staat mit einer Armee und könne sich verteidigen.
In Ungarn, von wo aus im Frühjahr 1944 rund 600 000 Juden nach Auschwitz deportiert worden waren, teilte der rechtskonservative Ministerpräsident Viktor Orban in einer Botschaft mit, in seinem Land solle es niemals mehr vorkommen, dass jemand wegen seiner Herkunft oder Religion benachteiligt oder ge- demütigt werde. "Die Regierung schützt jeden Bürger des Landes und verurteilt jede Form von Anti- semitismus." Die rechtsextreme oppositionelle Parlamentspartei Jobbik (Die Besseren) ist offen anti- semitisch.
Bei einer Gedenkveranstaltung im italienischen Mailand rief der scheidende Ministerpräsident Mario Monti zur Achtsamkeit gegenüber neuen rechtsradikalen Umtrieben auf. Ex-Premier Silvio Berlusconi sagte, Italien trage nicht dieselbe Verantwortung wie Deutschland. Der faschistische Diktator Benito Mussolini habe auch viele Dinge gut gemacht.

QUELLE: GRENZECHO.net, 27. Januar 2013

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